Cinestar – im falschen Film

Bei der bundesweit agierenden Kinokette Cinestar ringen die Beschäftigten weiter um einen Tarifvertrag. In Hagen wurde im November mehrfach für angemessene Löhne gestreikt. Der Stundenlohn steht in keinem Verhältnis zu den Preisen für Popcorn, Softdrink oder Bier. Die Arbeitszeit beträgt 47,5 Stunden. Das Ganze ist für 1.600 Euro brutto zu haben, 8,42 Euro die Stunde. Andere Servicekräfte erhalten 6,92 Euro.
In Frankfurt am Main hat das CineStar in der Mainzer Landstraße zum Warnstreik aufgerufen. Am 27. Oktober standen die Beschäftigten unter dem Motto „Cinestar – im falschen Film?“ von 19.30 Uhr bis 23.30 Uhr erstmals vor der Tür, um für ihre Rechte zu kämpfen. Im Anschluss an den befristeten Warnstreik sperrte die Geschäftsführung die Beschäftigten bis Betriebsschluss aus – eine aus Sicht von ver.di rechtswidrige Maßnahme. Die Beschäftigten dieses Cinestar-Kinos arbeiten für Brutto-Stundenlöhne in Höhe von nur 6,83 Euro. Nur wenige verdienen mehr als 8,00 Euro in der Stunde.
Das CineStar in der Mainzer Landstraße ist das zweite Frankfurter Kino der Kette, in dem die Beschäftigten einen Tarifvertrag fordern. Im CineStar-Großkino Metropolis wurde seit Ende April 2012 bereits an 18 Tagen die Arbeit niedergelegt.


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