Die Drei vor dem Komma

In der Druckindustrie steht nunmehr eine Drei vor dem Komma im Tarifabschluss, der Anfang Juni zustande kam. 3,0 Prozent Entgelterhöhung ab dem 1. Juli, weitere 2,2 Prozent nach zwölf Monaten und eine Gesamtlaufzeit des Vertrages von zwei Jahren, das sind die Eckpunkte.

Außerdem wurde der Tarifvertrag zur Altersteilzeit in der Druckindustrie unverändert bis Ende 2009 verlängert. Mit einer geforderten „6“ vor dem Komma waren insgesamt 10.000 Beschäftigte aus 117 Betrieben in die Warnstreiks gegangen. Dennoch spricht ver.di von einem „respektablen Abschluss“, schließlich konnten u.a. betriebliche Öffnungsklauseln zu den Lohnbestandteilen abgewehrt werden. Der Abschluss gilt nicht für das Land Brandenburg. Deshalb wird bei der Märkischen Verlags- und Druck-Gesellschaft mbH Potsdam derzeit nachverhandelt. Trotz fünf Jahren Nullrunde wird hier jedoch von Arbeitgeberseite anstelle einer prozentualen Entgelterhöhung lediglich eine Einmalzahlung von 400 Euro angeboten. Die Verhandlungen werden am 3. Juli fortgesetzt.

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Tarifrunde bei den Privatradios gestartet

Für die rund 1.000 Beschäftigten in Privatradios, die im Tarifverband Privater Rundfunk (TPR) zusammengeschlossen sind, haben die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Deutsche Journalistenverband (DJV) am 12. Oktober 2021 Tarifverhandlungen gestartet. ver.di fordert für die redaktionellen, technischen und kaufmännischen Beschäftigten einen Festbetrag in Höhe von 175 Euro, für Volontär*innen von 100 Euro und für Auszubildende von 50 Euro für eine Laufzeit über die kommenden zwölf Monate. Die Arbeitgebervertreter haben ihrerseits kein konkretes Angebot gemacht.
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RBB-Freie in Aktion: „Bloß nicht geizen“

„#Wirsindnichtda“ heißt die Aktion der RBB-Freien in der Woche vor der Bundestagswahl, zu der sich bereits über 360 Kolleg*innen eingetragen haben. Zum Auftakt gab es eine Demonstration vor dem RBB-Fernsehzentrum in der Masurenallee wie schon am 1. Mai zur Aktion „#FreiimMai“. Nach wie vor geht es vor allem um Beschäftigungs- und Honorarsicherung für die vielen freien Mitarbeiter*innen, ohne die ein gutes Programm beim RBB nicht möglich ist.
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Neue Publik-Chefin

Maria Kniesburges war seit 2007 Chefredakteurin der ver.di publik und der ver.di news. 14 Jahre lang prägte sie die ver.di-Medienlandschaft. Jetzt ist sie in den Ruhestand gegangen. Ihre Nachfolgerin Petra Welzel ist seit dem 1. September im Amt. Die Kunsthistorikerin und Journalistin hat mehr als 30 Jahre journalistische Erfahrung. Seit ver.di-Gründung ist sie Chefin vom Dienst der ver.di publik, mittlerweile auch für verdi.de und verdi.tv. Sie hat entscheidend dazu beigetragen, dass sich die ver.di-Medien weiterentwickelt haben und den Herausforderungen der Gegenwart mit ihren zahlreichen Kommunikationskanälen gerecht werden. Denn die Ansprüche an Kommunikation haben sich seit der…
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Abschied von Fritz Wolf

Wir trauern um unseren Autoren Fritz Wolf. Er starb am 29. August im Alter von 74 Jahren nach schwerer Krankheit. Sein Thema war der Dokumentarfilm. Kritisch benannte Wolf immer wieder die mangelnde Wertschätzung dieses Filmgenres, die sich unter anderem in zu wenig und zu späten Sendezeiten im Fernsehen sowie in nicht ausreichender Förderung manifestierte. Mit so manchem Filmtipp in M verschaffte er einer Doku mehr Aufmerksamkeit, regte an, sie zu schauen. Fritz Wolf war auch Autor für epd medien, verfasste verschiedene Studien und war viele Jahre aktiv in Gremien des Grimme-Preises. Wir werden ihn vermissen.    
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