dju fordert 5 Prozent mehr

Tarifverhandlungen für Zeitungsjournalisten 2016

Ist es unverschämt, für Zeitungsjournalistinnen- und journalisten 2016 eine Tariferhöhung von 5 Prozent zu fordern und für Kolleginnen und Kollegen mit wenigen Berufsjahren eine stärkere Anhebung der Gehälter von mindestens 200 Euro monatlich? Die dju-Tarifkommission meint: Nein!

Zeitungsjournalisten haben zu wenig Gehaltsplus in den letzten Jahren erhalten. Insgesamt liegt die Gehaltserhöhung hinter der Inflation und weit hinter der durchschnittlichen Tarifentwicklung aller Branchen zurück. Neueingestellte Kolleginnen und Kollegen erhalten jedes Jahr geringere Jahresleistungen und Urlaubsgeld. Für die Redaktionen in Norddeutschland gilt seit 2014 generell ein abgesenktes Weihnachts- und Urlaubsgeld. Pauschalisten in Zeitungsredaktionen und Text-/Foto-Freie haben geringe Jahreseinkommen, jedenfalls aus ihren Zeitungs-Aufträgen. Gleichzeitig sind Redaktionen auf die Mitarbeit von Freien angewiesen. Enthaltsamkeit führt in die falsche Richtung, nur wenn Freie auch an der Tarifentwicklung teilhaben, können sich auch Profis leisten, für Zeitungen zu arbeiten. Pauschalisten müssen effektive Erhöhungen bekommen.
Zum Ende 2015 sind die Tarifverträge über die Gehälter und Honorare gekündigt. Über diese und die Forderungen der dju in ver.di wird demnächst verhandelt.

Quelle: Statistisches Bundesamt
Quelle: Statistisches Bundesamt
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