dpa-Tarifrunde ohne Annäherung

Auch die dritte Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der dpa GmbH am 11. Januar 2011 in Berlin hat keine Annäherung gebracht.

Geschäftsführung und Chefredaktion beharren auf ihrer Forderung nach massiven Einsparungen bei den Personalkosten, etwa durch die komplette Streichung des Urlaubsgelds. Dies hätte Einbußen von fast 6 Prozent zur Folge.
Die Tarifkommission aus DJV und ver.di dagegen betonte erneut, die Beschäftigten seien zu keinerlei Abstrichen in der Mantel- und Gehaltstarifrunde bereit. Die Mitarbeiter hätten in den vergangenen Jahren bereits deutliche Zugeständnisse gemacht. Die Tarifkommission unterstrich ihre Forderung nach Einkommenserhöhungen von vier Prozent.
Die Tarifverhandlungen sollen am 9. Februar 2011 in Berlin fortgesetzt werden.

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Was bringt der Pressekodex?

Eine Anwältin wird in einer Boulevardzeitung identifizierend an den Pranger gestellt – obwohl sie nichts Unrechtes getan hat. Die Folge: Bedrohungen, eine rechtsextreme Kundgebung vor ihrer Kanzlei, Polizeischutz. Der Deutsche Presserat spricht Monate später eine Rüge aus. Der Schaden ist aber angerichtet.
mehr »

Erneute ver.di-Streiks in der ARD

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft am heutigen Donnerstag in den ARD-Sendern NDR und WDR zum gemeinsamen Streik auf. Auch im BR wird es Aktionen geben. Hintergrund sind die gekündigten Tarifverträge zu Gehalt und Honoraren zu Ende Januar 2026. Die Verhandlungen dazu blieben bislang ergebnislos. Mit Programmeinschränkungen wird gerechnet.
mehr »

Machen Sie es sich unbequem

Ich bin Rechtshänderin. Neulich habe ich mir morgens die Zähne mit der linken Hand geputzt. Keine gute Idee. Es fühlte sich falsch an. Ungelenk. Irgendwie so, als würde mein Gehirn die ganze Zeit protestieren. Und genau genommen tat es das auch. Unser Gehirn liebt Gewohnheiten. Es baut dafür regelrechte Autobahnen im Kopf. Und alles, was davon abweicht, fühlt sich erst einmal anstrengend an.
mehr »

Haltestelle verpasst

Der digitale Omnibus der EU droht Grundrechte zu verwässern. Er enthalte eine Reihe technischer Änderungen an digitalen Rechtsvorschriften, die ausgewählt worden seien, um „Unternehmen, öffentlichen Verwaltungen und Bürgern gleichermaßen Soforthilfe zu bieten und die Wettbewerbsfähigkeit zu fördern,“ schrieb die EU- Kommission im Dezember vergangenen Jahres.
mehr »