Einigung für Lokalfunker in Nordrhein-Westfalen

Wochen vor Ablauf des gültigen Gehaltstarifvertrags haben sich die Tarifgemeinschaft Lokalfunk NRW mit dem DJV-NRW und ver.di auf Gehaltserhöhungen geeinigt. Ab dem 1. Dezember 2014 erhalten die rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der nordrhein-westfälischen Lokalfunkstationen linear 2,3 Prozent mehr Gehalt.

Zum 1. Februar 2016 erfolgt eine weitere Erhöhung um 2,2 Prozent. Der Manteltarifvertrag wird unbefristet wieder in Kraft gesetzt. Er kann erstmals zum 30. September 2017 wieder gekündigt werden. Auch der Vertrag zur betrieblichen Altersvorsorge gilt ab diesem Jahr.
„Wir sind froh, dass der Manteltarifvertrag nun wieder unbefristet gilt und die Hängepartie der letzten Jahre beendet ist. Mit den Gehaltserhöhungen von insgesamt 4,5 Prozent können wir zufrieden sein”, erklärt ver.di-Verhandlungsführer Christof Büttner. Die Verhandlungsführerin des DJV-NRW, Dr. Anja Zimmer, betont: „Das Gesamtpaket ist gut, auch weil damit endlich ein Einstieg in die Altersvorsorge erreicht wurde. Wir haben so eine langfristige Sicherung für die Beschäftigten im Lokalfunk erreicht.” Die Laufzeit des neuen Gehaltstarifvertrags beträgt 32 Monate, er endet im April 2017.

nach oben

weiterlesen

Mitbestimmung darf Freie nicht auslassen

Das Bundespersonalvertretungsgesetz für Freie öffnen! – Diese Haltung vertritt ver.di seit Langem. Nun bekräftigt Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz die Forderung nach Mitbestimmung von freien Mitarbeitenden auch in Personalräten des öffentlichen-rechtlichen Rundfunks. Er richtet sich mit Briefen direkt an die Mitglieder der Bundestagsausschüsse für Inneres sowie Kultur und Medien. Die Gesetzesnovelle wird aktuell in den parlamentarischen Gremien debattiert.
mehr »

EU will Tarifierung für Solos ermöglichen

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Initiative der EU-Kommission, deutlich mehr Möglichkeiten für Tarifverträge für Solo-Selbstständige zu schaffen, als "Stärkung von Ein-Personen-Unternehmen bezeichnet". Das europäische Wettbewerbsrecht soll so geändert werden, dass zukünftig kollektive Vereinbarungen zwischen Solo-Selbstständigen und Auftraggebern rechtssicher möglich sein sollen.
mehr »

Netflix schüttet erste Zusatzvergütungen aus

Mitwirkende an deutschen Serien-Produktionen von Netflix erhalten auf der Grundlage Gemeinsamer Vergütungsregeln erstmals Zusatzvergütungen. Zudem beteiligt sich das US-amerikanische Medienunternehmen an der Finanzierung der Themis-Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt e.V. Ein Interview mit Rachel C. Schumacher, Senior Counsel, Labour Relations, Netflix, und Bernhard F. Störkmann, Geschäftsführer der Deutschen Schauspielkasse (Deska).
mehr »

Arbeitszeit beim Film bleibt strittig

In den Tarifverhandlungen zwischen der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen und ver.di ist auch am 14. Januar kein Fortschritt erreicht worden. Für die rund 25.000 Filmschaffenden zeichnet sich damit keine baldige Verbesserung der Arbeitszeitbedingungen durch mehr freie Wochenenden, zusammenhängende freie Tage oder Wochenend-Zuschläge ab. Die Produzentenallianz hat in den bisherigen zwei Verhandlungen den beiden Gewerkschaften BFFS und ver.di noch kein Angebot gemacht, will vielmehr im Jahr 2021 keinerlei Veränderung am Tarifvertrag akzeptieren.
mehr »