Erfolgreiche Kinowarnstreiks

Die Warnstreiks der Kinobeschäftigten von CinemaxX und UFA zeigten einen ersten Erfolg. Der Arbeitgeberverband Dienstleistungen (ardi) signalisierte, die Tarifverhandlungen im August wieder aufzunehmen.

In neun Städten der Bundesrepublik waren Kinobeschäftigte auf die Straße gegangen. Mit den Warnstreiks – wie in Bielefeld – drückten sie ihren Unmut über die im Mai ergebnislos abgebrochenen Tarifverhandlungen aus. ar.di war nicht bereit, den eher bescheidenen Forderungen der Beschäftigten von 60 Cent mehr Stundenlohn, bei gleichzeitiger Anhebung der untersten Berufsgruppen auf die nächst höhere Stufe, nachzukommen. „Bei den Kinobeschäftigten sei es schwierig, Massen auf die Straße zu bekommen. Deshalb sei die Form der „unerwarteten Aktion“ offenbar das richtige Mittel, um bei den Arbeitgebern Druck zu erzeugen, so der Mediensekretär Dieter Seifert aus Köln. Solidarität durch Verständnis kommt nicht selten von den Kinobesuchern. „Dann sind sie die besten Streikhelfer“, so der Koordinator der Protestaktionen.

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Der Medienrat macht sich Gedanken

Eine ebenso komplexe wie wichtige Aufgabe hat der neue Medienrat für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk erhalten. Das von den Bundesländern geschaffene sechsköpfige Sachverständigengremium soll bewerten, ob die Sender ihren Auftrag insgesamt erfüllen. Dabei geht es beispielsweise um eine ausgewogene und vielfältige Berichterstattung – was in Teilen der Bevölkerung in Zweifel gezogen wird.
mehr »

Lieblingsfeind freie Medien

Autoritäre Akteure setzen demokratische Strukturen, Zivilgesellschaft und freie Medien immer mehr unter Druck. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) diskutieren dazu am Mittwoch (30. September) auf ihrer Medienpolitischen Tagung mit dem Thema: „Lieblingsfeind freie Medien – europäische und deutsche Erfahrungen“.
mehr »

Berufsbild Dadfluencer: „Papa ohne Plan“

Auf Social Media lässt sich ein neuer Trend beobachten: Väter setzen sich in ihren Accounts öffentlich, selbstkritisch und selbstbewusst mit ihrer Vater-Rolle, ihren Unsicherheiten und ihren biographischen Prägungen als Mann und Sohn auseinander. Das ist ein relativ neues Phänomen. Wir sprachen mit dem Dadfluencer Felix Schenk.
mehr »

Mit Abendprogramm und Algorithmus

Die aktuelle ARD/ZDF-Medienstudie zeigt eine Mediennutzung ohne Wachstum. Ältere bleiben beim linearen TV-Programm, Jüngere wechseln zu digitalen Plattformen und KI-Tools. Für Sender und Redaktionen verschärft sich damit ein zeitlicher Wettbewerb, den Reichweitenzahlen allein nicht mehr abbilden.
mehr »