Erfolgreicher Tarifabschluss für SR-Freie

Erstmals Sonderzahlung

Die Verhandlungen über die Honorarerhöhungen für die 12a-Freien des Saarländischen Rundfunks (SR) sind am 8. Juli erfolgreich abgeschlossen worden.


„Wir bekommen im Ergebnis genau so viel wie die Festangestellten, und wir haben es auch geschafft eine soziale Komponente in den Abschluss einzubauen“, heißt es in einer Pressemitteilung der ver.di-Verhandlungskommission. Der Abschluss im Einzelnen: Ab 1. September 2009 werden 1,7 Prozent mehr Honorar gezahlt, ab 1. Januar 2010 sind es 2,5 Prozent. Außerdem gibt es erstmals auch für die 12a-ler eine Sonderzahlung in Höhe von 385 Euro mit der diesjährigen November-Abrechnung. Wie bei der Einmalzahlung erhält jeder 12a-ler – unabhängig von seinem individuellen Honorar – die gleiche Summe. Der große Unterschied zur Einmalzahlung liegt aber darin, dass es diese Sonderzahlung unbefristet auch in den nächsten Jahren immer wieder im November geben wird, als Quasi-Weihnachtsgeld. Als Ausgleich für die im Vergleich zu den Festangestellten spätere lineare Erhöhung erhalten die Freien in diesem Dezember eine höhere Einmalzahlung von 500 Euro. Außerdem konnten wir die Geschäftsleitung davon überzeugen, den Berechnungsmodus für das Urlaubsentgelt leicht zugunsten der 12a-ler zu verändern, so dass ab dem 1. Januar 2010 alle Freien etwas mehr Urlaubsgeld bekommen. Insgesamt hat der neue Honorartarifvertrag eine Laufzeit bis zum 30. April 2011.

nach oben

weiterlesen

Netflix schüttet erste Zusatzvergütungen aus

Mitwirkende an deutschen Serien-Produktionen von Netflix erhalten auf der Grundlage Gemeinsamer Vergütungsregeln erstmals Zusatzvergütungen. Zudem beteiligt sich das US-amerikanische Medienunternehmen an der Finanzierung der Themis-Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt e.V. Ein Interview mit Rachel C. Schumacher, Senior Counsel, Labour Relations, Netflix, und Bernhard F. Störkmann, Geschäftsführer der Deutschen Schauspielkasse (Deska).
mehr »

Arbeitszeit beim Film bleibt strittig

In den Tarifverhandlungen zwischen der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen und ver.di ist auch am 14. Januar kein Fortschritt erreicht worden. Für die rund 25.000 Filmschaffenden zeichnet sich damit keine baldige Verbesserung der Arbeitszeitbedingungen durch mehr freie Wochenenden, zusammenhängende freie Tage oder Wochenend-Zuschläge ab. Die Produzentenallianz hat in den bisherigen zwei Verhandlungen den beiden Gewerkschaften BFFS und ver.di noch kein Angebot gemacht, will vielmehr im Jahr 2021 keinerlei Veränderung am Tarifvertrag akzeptieren.
mehr »

Deutschlandradio kündigt Tarifvertrag

Deutschlandradio ist aus dem laufenden Tarifvertrag mit ver.di ausgestiegen. Der Sender begründet den Schritt mit der von Sachsen-Anhalt blockierten Erhöhung des Rundfunkbeitrags. Dem Sender fehlten dadurch die nötigen Einnahmen für den laufenden Haushalt, vor allem aber würden nötige Investitionen erstmal zurückgestellt. Damit erhalten die Beschäftigten im April nicht wie ursprünglich vereinbart mehr Geld. ver.di fordert Deutschlandradio zu Tarifverhandlungen auf.
mehr »

Buchtipp: BFF-Praxishandbuch Fotorecht

Basiswissen und Verträge für Fotografen“. Zuge­geben, 109 Euro scheinen ein stolzer Preis zu sein. Die Investition lohnt sich aber für alle, die sich als professionelle Fotograf*innen verstehen. Der Preis wird sicherlich schnell kompensiert. Eine Steuererklärung, Einsparungen bei Sozialversicherungen, vermiedene Kosten für Nachverfolgung von Urheberrechtsverletzungen – es rentiert sich.
mehr »