Netzeitung im Redakteurstarif

Die Gewerkschaften ver.di und DJV haben sich am 10. September mit der Geschäftsleitung darüber geeinigt, dass für die Beschäftigten der Netzeitung GmbH ab 1. Januar 2009 der Firmentarifvertrag des Berliner Verlags gilt. Ab Januar erhalten die Online-Redakteure 100 Prozent der Bezahlung nach dem Tarifvertrag, das Urlaubs- und Weihnachtsgeld wird in vier Stufen auf 100 Prozent angehoben. Ab Jahresbeginn stehen den Beschäftigten einheitlich 30 Tage Urlaub und vermögenswirksame Leistungen zu. Für die Redakteure gibt es eine Altersvorsorge über das Presseversorgungswerk. „Erstmalig ist es gelungen Online-Redakteure tarifvertraglich den Print-Redakteuren gleichzustellen“, so Andreas Köhn, ver.di Verhandlungsführer in Berlin. „Eine Regelung, die bundesweit längst überfällig und deshalb eine Forderung in der laufenden Tarifrunde ist.“
Nicht einigen konnten sich die Vertragsparteien auf den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen.

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Weibliche Medienmacht steigt zu langsam

Nach der aktuellen "Leitmedienzählung" erreicht die „taz“ einen Frauenmachtanteil von 56,3 Prozent und liegt damit bundesweit ganz vorn. Das hat der Verein Pro Quote ermittelt, der sich für Gleichstellung im Mediensektor einsetzt. Damit stieg der Anteil von Frauen in den Chefsesseln der Redaktionen nur leicht. Zu den untersuchten Medien zählen „Bild“, „Spiegel“, „Focus“, „stern“, „taz“, „Zeit“, „Süddeutsche Zeitung“, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und „Welt“.
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Entscheidung über Rundfunkbeitrag

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat der Verfassungsbeschwerde der öffentlich-rechtlichen Sender gegen die Blockade der Erhöhung des Rundfunkbeitrags durch Sachsen-Anhalt stattgegeben. Den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten stehe ein grundrechtlicher Finanzierungsanspruch zu. Die Erhöhung des Monatsbeitrags von 17,50 Euro auf 18,36 Euro tritt mit Wirkung vom 20. Juli 2021 an rückwirkend in Kraft. ver.di begrüßt die Entscheidung.
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Gegen Einschüchterung vor Gericht mit SLAPPs

Ein Bündnis aus Medienorganisationen und NGOs, darunter die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di, hat sich in einem Brief an die medien- und rechtspolitischen Sprecher*innen der demokratischen Parteien im Bundestag gewandt, um auf die wachsende Bedrohung durch sogenannte SLAPPs aufmerksam zu machen. Die „Strategic Lawsuits Against Public Participation“ (strategische Klagen gegen die Beteiligung der Öffentlichkeit) sollen Kritiker*innen einschüchtern und verdrängen.
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China in der westlichen Öffentlichkeit

„Gemeinsam gegen China!“ Das vermeldeten einige deutsche Pressekommentare zum neu belebten transatlantischen Verhältnis unter US-Präsident Joe Biden. In der Gewissheit, dass die USA „Alliierte im Ringen um die globale Vorherrschaft“ braucht, ermunterten auch deutsche Jornalist*innen die Politik dazu, sich der neuen Großmachtkonkurrenz zu stellen. Gemeinsam wollen die G-7-Staaten den wachsenden Einfluss Pekings in der Welt bremsen.
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