Plus 7,5 Prozent und Onliner in den Tarif

Anpfiff für die Tarifrunde für Journalistinnen und Journalisten in Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen war bereits im Juni. Es galt, den Blick auf den 31. Juli zu lenken, an dem der Gehaltstarifvertrag für Zeitungsredakteure ausläuft. Bei den Zeitschriften gehen die Verhandlungen schon am 4. Juli los (nach Andruck von M). Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di hat die Tageszeitungsverleger zum schnellst möglichen Beginn von Tarifverhandlungen für die freien und fest angestellten Journalisten an Tageszeitungen aufgefordert.
Vorausgegangen war am 16. Juni die Kündigung des Manteltarifvertrags für Tageszeitungsredakteurinnen und -redakteure durch den Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) zum Jahresende. Die Gewerkschaften fordern von den Verlegern 7,5 Prozent mehr Honorar und 7,5 Prozent mehr Gehalt.
„Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Erholung der Zeitungsbranche und der niedrigen Tarifabschlüsse der letzten Jahre sind spürbare Gehaltserhöhungen unbedingt notwendig. Eine Verschlechterung des Manteltarifvertrages ist unnötig und wird von uns nicht akzeptiert werden“, so dju-Verhandlungsführer Frank Werneke. Die ständig zunehmende Arbeitsverdichtung in den Redaktionen müsse genauso Thema am Verhandlungstisch mit den Verlegern sein wie die überfällige Einbeziehung der Onliner in den Tarifvertrag.

 
nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Presserat rügt immer häufiger

Der Deutsche Presserat erteilte 2023 so viele Rügen wie noch nie in einem Jahr zuvor. 73-mal verhängte er seine schärfste Sanktion für besonders schwere Verstöße gegen den Pressekodex. Im Jahr zuvor hatte er lediglich 47 Rügen ausgesprochen. Vor allem mehr Rügen wegen mangelnder Recherche wurden vom freiwilligen Kontrollorgan der Presse ausgesprochen. Besorgniserregend findet das die dju in ver.di.
mehr »

Ohne Anklage in polnischer Haft

Kurz nach dem russischen Überfall auf die Ukraine wurde der Reporter Pablo González in Polen inhaftiert. Die polnische Justiz beschuldigt ihn seither, für den russischen Geheimdienst spioniert zu haben. Bis heute befindet er sich in Isolationshaft, ohne dass Anklage erhoben oder Beweise vorgelegt wurden. Mit dem Regierungswechsel in Polen kam zunächst Hoffnung für den Journalisten auf. Doch nun wurde seine U-Haft erneut verlängert.
mehr »

dju verurteilt Angriff auf Rundfunkfreiheit

Als „massiven Angriff“ auf die Pressefreiheit und gegen den gesetzlichen Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat die dju einen AfD-Antrag vom 22. Februar verurteilt, die Berichterstattung im Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) über das Treffen von rechten, identitären und AfD-Vertretern in Potsdam durch die Landesregierung zu unterbinden. Die Landesvorsitzende der dju in ver.di Berlin-Brandenburg, Renate Gensch, nannte den öffentlich-rechtliche Rundfunk „Garant der Demokratie“.
mehr »

Hörfunkrat begrüßt Reformdebatte

Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue hat den Bericht des Rates für die zukünftige Entwicklung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (Zukunftsrat) positiv gewürdigt. Es sei ein Verdienst des Expertengremiums, dass die Reformdebatte seit der Vorlage des Berichts vor fünf Wochen (am 18.1.) „deutlich entspannter und sachlicher“ geführt werde, erklärte Raue auf der jüngsten Sitzung des im Januar neu konstituierten DLR-Hörfunkrats am 22. Februar in Berlin.
mehr »