„Riester-Rente“: ver.di warnt vor Hektik

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) warnt vor übereilten Vertragsabschlüssen zur privaten Altersvorsorge nach dem neuen Altersvermögensgesetz.Auf einem Flugblatt zur „Riester-Rente“, das derzeit mit einer Auflage von 150000 Exemplaren für die „Schwarzen Bretter“ der Betriebe auf den Weg gebracht wird, weist ver.di darauf hin, dass die staatliche Förderung für zusätzliche private Altersvorsorge erst im Jahre 2002 einsetzt. Außerdem werde die neue Zertifizierungsbehörde frühestens zum Jahresende 2001 die ersten Verträge auf ihre Förderfähigkeit hin überprüft haben. Ein Vertragsabschluss und die Überweisung der Sparbeträge könnten ohne Verluste bis Ende 2002 erfolgen.

ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christian Zahn bekräftigte in diesem Zusammenhang die Absicht der Gewerkschaft, den Abschluss von Tarifverträgen zur betrieblichen Altersvorsorge als weiteres Standbein der Alterssicherung zügig voranzutreiben. „Um attraktive Konditionen zu erreichen, müssen sich die Arbeitgeber an der Finanzierung beteiligen“, betonte Zahn, der im ver.di-Vorstand für Sozialpolitik zuständig ist.

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Grenzen der KI im Journalismus

Immer mehr Verlage und Medienunternehmen nutzen Künstliche Intelligenz ohne verbindliche Regeln. Immer mehr Redaktionen setzen generative KI im Arbeitsalltag ein. Die Bundesgeschäftsführerin der dju in Danica Besmail fordert daher einen verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz im Journalismus.
mehr »

Presseförderung mit Journalismus-Check

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) unterstützt die Förderung journalistischer Presseangebote. Vorrangig ist dabei die Entwicklung neuer digitaler Angebote. Der Bundesverband der Digitalpublisher (BDZV) verlangte dazu konkrete Zusagen der Bundesregierung sowie bei Gesetzesvorhaben einen „Presse-Check“. Für ver.di ist klar: Wer gefördert wird, muss auch einen Journalismus-Check absolvieren.
mehr »

Lokaljournalismus: Die Welt vor der Haustür

"Echte Reporter*innen sitzen nicht in der Bundespressekonferenz, sondern schießen um 11 Uhr Fotos beim Grillfest der Freiwilligen Feuerwehr, schauen sich nachmittags das Kindertheater in der Turnhalle an und schreiben am Abend bei der Hauptversammlung des Geflügelzuchtvereins mit.“ Wer nach einer Definition von Lokaljournalismus sucht: Das wäre eine.
mehr »

Wenn freie Medien „Lieblingsfeinde“ sind

Freie Medien als Garanten für Demokratie stehen im Fadenkreuz der Rechten. Was bedeutet das für einen Journalismus, der ausgewogen berichten will? Wie können antidemokratische Prozesse gestoppt und umgekehrt werden? Darüber wurde auf der diesjährigen Medienpolitischen Tagung „Lieblingsfeind Freie Medien – europäische und deutsche Erfahrungen“, von ver.di und DGB in Berlin diskutiert.
mehr »