Tarifabschluss beim HR

Die Tarifrunde im öffentlich-rechtlichen Rundfunk neigt sich dem Ende zu. Auch im Hessischen Rundfunk (HR) wurde ein Tarifabschluss erzielt. Bei der Deutschen Welle wird im Dezember weiter verhandelt.


Die Verhandlungen um den Gehaltstarifvertrag beim HR waren schwierig, so die gewerkschaftliche Verhandlungskommission. Sie wurden von Sparvorschlägen seitens des Senders begleitet. Dagegen protestierten die Beschäftigten. Am 21. November konnte ein neuer Tarifvertrag vereinbart werden. Mit einer Laufzeit von 24 Monaten (bis 30.09.2015) bedeutet das Tarifergebnis für die Beschäftigten des HR im Einzelnen: Zum 1. Januar 2014 wird es eine lineare, tabellenwirksame Gehaltstariferhöhung von 2,3 Prozent für jeden Arbeitnehmer – befristet oder unbefristet – geben. Versorgungsempfänger erhalten diese prozentuale Erhöhung auf ihren derzeitigen Versorgungsbezug. Zum 1. Januar 2015 erfolgt eine weitere lineare, tabellenwirksame Gehaltstariferhöhung von 2,3 Prozent. Als Ausgleich für die in dieser Tarifverhandlung offenen Leermonate Oktober bis Dezember 2013 erhält jeder Beschäftigte im Dezember 2013 eine Einmalzahlung in Höhe von 400 Euro (anteilig bei Teilzeit). Für Beschäftigte in Zeitverträgen beträgt die Einmalzahlung 500 Euro, da für sie der Tarifvertrag für Zeitwertkonten oder ein Versorgungstarifvertrag (VTV) keine Gültigkeit hat. Der Familienzuschlag wird ab 1. Januar 2014 für alle Anspruchsberechtigten, also auch für Teilzeitkräfte, in voller Höhe von 117 Euro gezahlt.
In Bezug auf die Zeitwertkonten konnte sich der Vorschlag der Tarifgemeinschaft für eine echte soziale Komponente durchsetzen. Ab 1. April 2014 werden jährlich 300 Euro in das „Zeitwertkonto 2“ jedes Arbeitnehmers eingestellt. Bei jeder künftigen tabellenwirksamen Gehaltstariferhöhung erfolgt eine Dynamisierung. Kolleginnen und Kollegen, die unter den Versorgungstarifvertrag vom 30. März 1998 fallen, erhalten jährlich zu den genannten Bedingungen 500 Euro auf ihr Zeitwertkonto. „Das ist ein solidarischer Ausgleich der sogenannten „Altversorgten“ und Versorgungsempfänger gegenüber den neuen, jungen Kolleginnen und Kollegen, die zugunsten der VTV’ler auf Teile ihrer Gehaltstariferhöhung verzichtet haben.“ So die Bewertung der ver.di-Verhandlungskommission.

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