Tarifeinigung Krankengeld für Freie beim MDR

In der 3. Verhandlungsrunde am 26. Oktober haben sich die Gewerkschaften mit der Geschäftsleitung des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) über folgende Eckpunkte für eine neue tarifliche Regelung geeinigt.

Der MDR zahlt arbeitnehmerähnlichen freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für jede Krankheit vom 4. bis 21. Krankheitstag 90 Prozent von 1/365 der Vorjahresbezüge. Vom 22. bis 42. Krankheitstag werden 70 Prozent von 1/365 der Vorjahresbezüge gezahlt. Ab dem 43. Krankheitstag wird vom MDR ein Betrag in Höhe von 20 Prozent von 1/365 der Vorjahresbezüge für max. 46 Wochen gezahlt. In der Praxis bedeutet das: Freie Mitarbeiter, die sich mit der Abgabe der Wahlerklärung bei ihrer gesetzlichen Krankenkasse für den allgemeinen Beitragssatz von 14,9 Prozent entschieden haben, bekommen zum gesetzlichen Krankengeld ab dem 43. Tag zusätzlich 20 Prozent vom MDR.
Die tarifliche Regelung wird zudem eine Härtefallklausel beinhalten. Diese verhindert gravierende Nachteile für freie Mitarbeiter, die im Bezugsjahr vor der Erkrankung Honorarausfälle wegen Mutterschutz-, Kinderbetreuungs- oder Pflegezeiten hatten.
Die neue tarifliche Regelung tritt ab dem 1. Januar 2010 in Kraft. Die derzeitige Übergangsregelung im Ergänzungstarifvertrag für freie Mitarbeiter wird bis zum 31. Dezember 2009 verlängert.

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Tarifrunde bei den Privatradios gestartet

Für die rund 1.000 Beschäftigten in Privatradios, die im Tarifverband Privater Rundfunk (TPR) zusammengeschlossen sind, haben die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Deutsche Journalistenverband (DJV) am 12. Oktober 2021 Tarifverhandlungen gestartet. ver.di fordert für die redaktionellen, technischen und kaufmännischen Beschäftigten einen Festbetrag in Höhe von 175 Euro, für Volontär*innen von 100 Euro und für Auszubildende von 50 Euro für eine Laufzeit über die kommenden zwölf Monate. Die Arbeitgebervertreter haben ihrerseits kein konkretes Angebot gemacht.
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RBB-Freie in Aktion: „Bloß nicht geizen“

„#Wirsindnichtda“ heißt die Aktion der RBB-Freien in der Woche vor der Bundestagswahl, zu der sich bereits über 360 Kolleg*innen eingetragen haben. Zum Auftakt gab es eine Demonstration vor dem RBB-Fernsehzentrum in der Masurenallee wie schon am 1. Mai zur Aktion „#FreiimMai“. Nach wie vor geht es vor allem um Beschäftigungs- und Honorarsicherung für die vielen freien Mitarbeiter*innen, ohne die ein gutes Programm beim RBB nicht möglich ist.
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Neue Publik-Chefin

Maria Kniesburges war seit 2007 Chefredakteurin der ver.di publik und der ver.di news. 14 Jahre lang prägte sie die ver.di-Medienlandschaft. Jetzt ist sie in den Ruhestand gegangen. Ihre Nachfolgerin Petra Welzel ist seit dem 1. September im Amt. Die Kunsthistorikerin und Journalistin hat mehr als 30 Jahre journalistische Erfahrung. Seit ver.di-Gründung ist sie Chefin vom Dienst der ver.di publik, mittlerweile auch für verdi.de und verdi.tv. Sie hat entscheidend dazu beigetragen, dass sich die ver.di-Medien weiterentwickelt haben und den Herausforderungen der Gegenwart mit ihren zahlreichen Kommunikationskanälen gerecht werden. Denn die Ansprüche an Kommunikation haben sich seit der…
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Abschied von Fritz Wolf

Wir trauern um unseren Autoren Fritz Wolf. Er starb am 29. August im Alter von 74 Jahren nach schwerer Krankheit. Sein Thema war der Dokumentarfilm. Kritisch benannte Wolf immer wieder die mangelnde Wertschätzung dieses Filmgenres, die sich unter anderem in zu wenig und zu späten Sendezeiten im Fernsehen sowie in nicht ausreichender Förderung manifestierte. Mit so manchem Filmtipp in M verschaffte er einer Doku mehr Aufmerksamkeit, regte an, sie zu schauen. Fritz Wolf war auch Autor für epd medien, verfasste verschiedene Studien und war viele Jahre aktiv in Gremien des Grimme-Preises. Wir werden ihn vermissen.    
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