Tarifverhandlungen bei Cision gescheitert

Nach acht Monaten Verhandlung sind die Tarifparteien beim Cision Deutschland meilenweit von einer Einigung entfernt. Deshalb hat die ver.di-Tarifkommission am 19. Februar das Scheitern der Tarifverhandlungen erklärt. Nach vier Nullrunden seit 2004 und angesichts weitreichender Umstrukturierungspläne fordert ver.di spürbare Gehaltserhöhungen,Tarifverträge auch für die neu entstehenden Gesellschaften, Standort- und Beschäftigungssicherung in Kornwestheim und Baden-Baden.
Cision ist nach eigenen Angaben der weltweit führende Dienstleister für Medien-Monitoring, Evaluation und die Recherche von Medienkontakten mit Hauptsitz in Stockholm. Eine Tarifbindung für die neuen Cision-Gesellschaften lehnt die Geschäftsführung weiter ab, ebenso einen Haustarifvertrag, der die Arbeitsbedingungen regelt. Die Geschäftsführung war lediglich bereit, zwei Prozent Entgelterhöhung fest und maximal ein Prozent erfolgsabhängig zu zahlen. „Dieses klägliche Angebot ist inakzeptabel“, sagte ver.di-Gewerkschaftssekretär Rudi Munz.
Ende Februar hat sich die große Mehrheit der ver.di-Mitglieder bei Cision für Arbeitskampfmaßnahmen ausgesprochen. Über 88% der Abstimmenden votierten für Streik.

 
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Tariflicher Zuschlag gehört obendrauf

Onlinezuschläge können laut tarifvertraglichen Regelungen beim Bayerischen Rundfunk nicht in Tagessätze für die Honorierung von TV-und Hörfunkbeiträge eingepreist werden, sondern sind zusätzlich zu zahlen. Das besagt ein Urteil des Arbeitsgerichts München, mit dem ein arbeitnehmerähnlicher Freier vom Sender jetzt mit ver.di-Rechtsschutz eine Nachzahlung für zwei Jahre erstritt.
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VG Wort: Ausschüttung Anfang Juli 2021

209,94 Millionen Euro hat die Verwertungsgesellschaft Wort 2020 aus Urheberrechten eingenommen. Im Vorjahr waren es 156,12 Millionen Euro. Das liegt an einer Nachzahlung in Höhe von rund 60 Millionen Euro für die Vorjahre, gab Rainer Just, geschäftsführender Vorstand, auf einer rein virtuellen Mitgliederversammlung der VG Wort am 20. März 2021 bekannt. „Die Hauptausschüttung für 2020 findet Anfang Juli 2021 statt“, sagte Just.
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Die dju – ein Angebot zur Mitgestaltung

Mit dem neuen Jahrtausend kam auch für die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di einiges an Neuem. Noch bevor sie ihren 50. Geburtstag feierte, knackte sie im Jahr 2000 die 20.000-Mitglieder-Marke. 2001 kam ver.di und die dju feierte ihr halbes Jahrhundert im Retro-Look im Kölner Gürzenich. Zur 60-Jahr-Feier waren die Kolleginnen und Kollegen von Rundfunk, Fernsehen und audiovisuellen Medien in der neuen Fachgruppe Medien mit dabei. Und nun, zum 70. Geburtstag, steht der dju in ver.di wieder etwas Neues ins Haus: Ein Feiertag in Pandemiezeiten.
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Aus für Freelancer in Presse und Kultur

Clasificador Nacional de Actividades Económicas (CNAE), Register für ökonomische Aktivitäten, heißt die Liste mit 2110 Tätigkeiten, die in Kuba seit dem 5. Februar für die freiberufliche Arbeit erlaubt sind. Eine Reform mit revolutionärem Potenzial, denn bislang durften nur 127 Berufe selbständig ausgeübt werden. Auf der vier Tage später erschienenen Verbotsliste sind jedoch jedwede freiberufliche Presse-Arbeit sowie etliche Berufe in der unabhängigen Kunstszene der Insel aufgeführt.
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