Umfrage: Crowdwork und internetbasierte Aufträge

Selbstständiges Arbeiten ist heute in vielerlei Weise auf das Internet angewiesen. Viele Selbstständige haben eigene Webseiten, sie suchen Aufträge im Netz oder tauschen sich online mit Kolleginnen und Kollegen aus. Zunehmend werden Aufträge sogar vollständig über Internet-Plattformen abgewickelt (Stichwort: Crowdwork). Clickworker, Textbroker, 99designs sind Beispiele für solche Plattformen, auf denen weltweit immer mehr Menschen nach Aufträgen suchen. ver.di führt gemeinsam mit der Ludwig-Maximilians-Universität München (Prof. Dr. Hans Pongratz) in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt „Herausforderung Cloud und Crowd” (http://cloud-und-crowd.de/) eine Umfrage zu internetbasierten Aufträgen und Crowdwork im Organisationsbereich von ver.di durch.

Die Umfrage richtet sich erstens an ver.di-Mitglieder. Wir wollen wissen, welche Erfahrungen sie machen, wenn sie im Internet nach Aufträgen suchen – ob nun regelmäßig oder auch als ein gelegentlicher Zuverdienst. Zweitens wenden wir uns mit einem eigenen Fragebogen an Gewerkschaftssekretär/innen sowie Betriebs- und Personalrät/innen. Wir wollen herausfinden, in welchen Unternehmen Crowdwork stattfindet, wie Betriebs- und Personalräte damit umgehen und wie ver.di auf diese neue Arbeitsform reagieren soll.

nach oben

weiterlesen

Volontariat nur noch für Leidenschaftliche

Seit zweieinhalb Jahren gilt der novellierte Ausbildungstarifvertrag für das Volontariat an Tageszeitungen, der den ursprünglichen Tarifvertrag von 1990 endlich der elektronischen Gegenwart anpasste. Eine Besonderheit der Novelle ist eine bis Ende 2019 jederzeit kündbare Verlängerungsklausel des Volontariats um drei auf 27 Monate, wenn diese Monate keine zusätzlichen Kenntnisse und Erfahrungen für die Volontär*innen bieten. Nun hat die dju-Tarifkommission Bestandsaufnahme gemacht: Keine Klagen, keine Kündigung.
mehr »

Medienbühne und Verhandlungstisch

Tarifverhandlungen finden in der Regel hinter verschlossenen Türen statt, aber nicht nur Mitglieder von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden fordern mittlerweile mehr Transparenz. Viele Verhandlungsführer*innen meinen jedoch, ein für beide Seiten tragfähiges Tarifergebnis eher jenseits medialer Aufmerksamkeit erzielen zu können. Dabei ist „gar nicht klar, welche Wirkung öffentliche Beobachtung auf Verhandlungen hat“, sagt Kommunikationswissenschaftlerin Christina Köhler.
mehr »

Haltung zeigen mit fiktionalem Fernsehen

Seit über 20 Jahren inszeniert der Kölner Film- und Fernsehproduzent Michael Souvignier mit seiner Firma Zeitsprung vor allem gesellschaftskritische Stoffe („Contergan“, „Das Tagebuch der Anne Frank“, „Der Fall Barschel“, „Mackie Messer - Der Dreigroschenfilm“, „Frau Böhm sagt nein“). Zurzeit laufen in Tschechien die Dreharbeiten zu „Oktoberfest“. Der über zehn Millionen Euro teure Sechsteiler wird nächstes Jahr in der ARD laufen. Gutes fiktionales Fernsehen muss Souvignier zufolge immer auch Haltung zeigen.
mehr »

Streik im WDR: MoMa sendet Wiederholung

Beim WDR und dem ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice wird gestreikt – von 6 bis 24 Uhr haben sich Beschäftigte Streikwesten angezogen und sind mit ver.di-Fahnen gerüstet durch die Studios und auf die Straße gezogen. Das Morgenmagazin (MoMa) konnte nur eingeschränkt live senden, ein Drehtag der Lindenstraße musste abgesagt werden. Mit der ganztägigen Aktion wollen ver.di und DJV den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen vor der dritten Runde am Donnerstag erhöhen.
mehr »