Warnstreik beim Tectum Verlag in Marburg

Beim Marburger Tectum Verlag sind die Beschäftigten am 17. Februar einem Aufruf der Gewerkschaft ver.di gefolgt und in den Warnstreik getreten. ver.di fordert für die zehn Verlagsmitarbeiter den Abschluss eines Anerkennungstarifvertrags. Mit ihm soll der Tarifvertrag eingeführt werden, der für hessische Buchverlage gilt. Die aktuell gezahlten Stundenlöhne liegen zum Teil um rund 40 Prozent unter dem Niveau des Flächentarifvertrags. „Um den Einstieg in eine tarifgerechte Bezahlung zu erleichtern, hat ver.di in den Verhandlungen einen Stufenplan zur Angleichung angeboten. Selbst das hat die Verlagsleitung aber bisher leider abgelehnt”, sagte in Frankfurt der hessische ver.di-Fachbereichsleiter für Medienbetriebe, Manfred Moos. „Deshalb bleibt uns keine andere Wahl als ein Arbeitskampf, um das Ziel eines Tarifvertrags zu erreichen.”
Der Tectum Verlag hat sich in den letzten Jahren aus kleinen Anfängen heraus sehr positiv entwickelt und mit dem finanzmarktkritischen Titel „Der größte Raubzug der Geschichte” zuletzt einen Verkaufserfolg auf der Spiegel-Bestsellerliste platziert. „Den Raubzug an den Beschäftigten des Tectum Verlags werden wir hoffentlich bald beenden”, sagte Manfred Moos zum gelungenen Streikauftakt.
Der Streik hat seine Wirkung nicht verfehlt. Derzeit laufen die Verhandlungen zwischen der Tarifkommission und der Tecum-Geschäftsleitung.

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