Warnstreik beim Tectum Verlag in Marburg

Beim Marburger Tectum Verlag sind die Beschäftigten am 17. Februar einem Aufruf der Gewerkschaft ver.di gefolgt und in den Warnstreik getreten. ver.di fordert für die zehn Verlagsmitarbeiter den Abschluss eines Anerkennungstarifvertrags. Mit ihm soll der Tarifvertrag eingeführt werden, der für hessische Buchverlage gilt. Die aktuell gezahlten Stundenlöhne liegen zum Teil um rund 40 Prozent unter dem Niveau des Flächentarifvertrags. „Um den Einstieg in eine tarifgerechte Bezahlung zu erleichtern, hat ver.di in den Verhandlungen einen Stufenplan zur Angleichung angeboten. Selbst das hat die Verlagsleitung aber bisher leider abgelehnt”, sagte in Frankfurt der hessische ver.di-Fachbereichsleiter für Medienbetriebe, Manfred Moos. „Deshalb bleibt uns keine andere Wahl als ein Arbeitskampf, um das Ziel eines Tarifvertrags zu erreichen.”
Der Tectum Verlag hat sich in den letzten Jahren aus kleinen Anfängen heraus sehr positiv entwickelt und mit dem finanzmarktkritischen Titel „Der größte Raubzug der Geschichte” zuletzt einen Verkaufserfolg auf der Spiegel-Bestsellerliste platziert. „Den Raubzug an den Beschäftigten des Tectum Verlags werden wir hoffentlich bald beenden”, sagte Manfred Moos zum gelungenen Streikauftakt.
Der Streik hat seine Wirkung nicht verfehlt. Derzeit laufen die Verhandlungen zwischen der Tarifkommission und der Tecum-Geschäftsleitung.

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Drei freie Tage für Redakteure zusätzlich

Die Tarifkommission der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di hat dem erneuerten Beschäftigungssicherungs-Tarifvertrag für Tageszeitungen zugestimmt. Danach erhalten Redakteurinnen und Redakteure drei zusätzliche freie Tage bis März 2022. Für Freie wurde erneut ein Ausgleichshonorar in Höhe eines durchschnittlichen Monatshonorars aus 2019 vereinbart. Spätestens im November sollen die Tarifverhandlungen über Tariferhöhungen starten.
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Kieler Nachrichten reduzieren Honorare

Die „Kieler Nachrichten“ wollen ein neues Honorarsystem für ihre freien Mitarbeiter*innen einführen. Danach sollen die Freien künftig nach einem „Baukasten-System“ entlohnt werden. Im Vergleich zu bisherigen Regelungen bedeute das für die Freien generell eine Reduzierung ihrer Honorare, schätzen die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di und der DJV Schleswig-Holstein diese kritikwürdigen Pläne ein.
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SZ bezieht Onliner in Tarifbindung ein

Die „Süddeutsche Zeitung“ wird künftig den Flächentarifvertrag im Zuge der Zusammenführung von „SZ Print“ und „SZ Digitale Medien“ (SZDM) auch auf die weit über 100 Beschäftigten der Online-Redaktion ausweiten. ver.di begrüßt die Entscheidung von Geschäftsführung und Aufsichtsrat. Das sei „das richtige Signal der Wertschätzung, wenn künftig auch die Onlinerinnen und Onliner von den tariflichen Standards profitieren sollen“, erklärte das für Medien zuständige ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz.
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Auch intern unbequem

„Panorama“ ist nicht das erste, aber das älteste Politikmagazin im deutschen Fernsehen. Und es hatte eine schwere Geburt. Was da am 4. Juni 1961 auf dem Bildschirm in Schwarz-Weiß Premiere feierte, war ein ziemlich unverdaulicher Kessel Buntes aus aktueller Politik, Auslandsreportage und Unterhaltung. Doch schon bald hatte „Panorama“ seine erste Sternstunde.
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