Zeitschriftenverleger hantieren mit Nullmonaten

Die Tarifverhandlungen für die rund 7.000 Redakteurinnen und Redakteure bei Zeitschriften wurden am 17. September erneut ergebnislos vertagt. In der zweiten Runde der Verhandlungen hatte der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) angeboten, die Einkommen nach zehn Nullmonaten ab dem 1. April 2005 um 1,3 Prozent zu erhöhen. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll 24 Monate betragen.

„Ein Schlag ins Gesicht für die Redakteure“, bewertete Matthias von Fintel, Verhandlungsführer von ver.di, dieses Angebot. Es würde für die Beschäftigten reale Einkommensverluste bedeuten. „Angesichts der Trendwende auf dem Zeitschriftenmarkt und einer Inflationsrate von rund zwei Prozent ist dieses Angebot eine Frechheit“, unterstrich von Fintel. Die dju in ver.di fordert eine Einkommenserhöhung um die drei Prozent. Schließlich hätten die Kolleginnen und Kollegen in den Verlagen zum aktuellen Erfolg der Zeitschriften beigetragen und könnten diese Forderung daher zu Recht erheben, so Fintel. Der Gehaltstarifvertrag war für Ende Juni gekündigt worden.

Die Verhandlungen werden am 29. Oktober 2004 in Hamburg fortgesetzt.

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