Freibrief: Comeback im Netz

Der Infodienst für freie Medienschaffende aus NRW jetzt bundesweit verfügbar

Die gelben Seiten in NRW – der Freibrief. Über Jahre und über 40 Ausgaben lang war er wichtiges Informationsmedium für freie Journalistinnen und Journalisten, Schriftstellerinnen und Künstler in Nordrhein-Westfalen. Das Jahr 2002 brachte die Zwangspause, da im Zuge der Medien-Umstellung bei ver.di keine Chance mehr bestand, den Freibrief der «M» speziell für die Leserinnen und Leser zwischen Rhein und Weser beizuheften.

Aus der Not entstand ein neuer Freibrief – der Freibrief im Netz. Zum Vorteil letztlich aller Freiberufler bei verdi. Denn jetzt ist der Freibrief bundesweit abrufbar. Mit der Nummer 43 lebt die Tradition wieder auf. Aktuelle und hintergründige Themen für Freie Medienschaffende stellt somit der Fachbereich 8 des ver.di-Landesbezirks NRW ins Netz.

In der ersten Netz-Nummer ein klarer Schwerpunkt: Existenzgründung. Denn viele, die ihren Job verloren haben, viele, die keinen Job mehr finden, wollen freiberuflich überleben. Darum in diesem Heft ein umfangreicher Vergleich zwischen den wichtigsten Einstiegshilfen. Die Bilanz: Für Ex-Studierende ist meist die Existenzgründungsbeihilfe, verteilt über die Regionalsekretariate in NRW, die beste Hilfe. Für die, die mit gutem Arbeitslosengeld abgesichert sind, ist das Überbrückungsgeld eine interessante Alternative – und die „Ich-AG“ bleibt für all die, die mit wenig Geld vom Arbeitsamt auskommen müssen. Außerdem im Heft: Probleme mit den Wiederholungshonoraren bei der ARD und der Prozessbericht eines Autors, der für die Nutzung seiner Texte auf einer Archiv-CD-ROM Honorar einklagte.

Der Freibrief ist online als Datei abrufbar unter www.dju-nrw.de oder unter www.freienseiten.de – die Redaktion ist erreichbar unter . Also: Reinklicken, runterladen – und dann in Ruhe lesen.

psch

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

BPK: Umstrittene Mitgliedschaft

Sachlich, an Tatsachen orientiert und fair – diesen Anspruch erhebt die Bundespressekonferenz (BPK), der Verein der Hauptstadtpresse, für die Berichterstattung ihrer Mitglieder. Parallelmedien haben dort dennoch einen Fuß in der Tür. Und werden damit normalisiert.
mehr »

Kämpferischer Auftakt im ÖRR

In politisch umkämpften Zeiten beginnen auch im ÖRR die Tarifverhandlungen. Ver.di ruft die Hamburger Beschäftigten beim NDR daher heute zum Warnstreik auf. Er beginnt am Dienstag und endet am Mittwoch um 1.30 Uhr. Seit Februar läuft der Tarifkonflikt um die Gehälter, Honorare und Ausbildungsvergütungen der rund 5.000 festen und freien NDR-Beschäftigten.
mehr »

Medizinische Hilfe wird verweigert

Willkürlich inhaftiert zu sein ist das eine, in der Haft krank zu sein und die dringend erforderliche medizinische Versorgung nicht zu erhalten ist das andere. Genau das müssen gerade mehrere Journalist*innen in Aserbaidschan erleiden.
mehr »

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

"Volle Portion für alle“ – mit großem Engagement wollen die Mitarbeitenden der tariflosen Tochtergesellschaften von Ostsee-Zeitung (Rostock) und Lübecker Nachrichten der Zweiklassen-Gesellschaft ein Ende bereiten. Die Redakteur*innen der Lübecker Nachrichten Media GmbH sind daher nun für zwei Tage in einen Warnstreik getreten.
mehr »