Funkhaus Europa: Fehlentscheidung des WDR

In einer Pressemitteilung hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di heute die vom WDR geplanten Kürzungen bei der multikulturellen Radiowelle Funkhaus Europa als „Fehlentscheidung“ kritisiert. Mit Blick auf die endgültige Abstimmung über die geplante Programmreform im WDR-Rundfunkrat kommenden Montag appellierte dju-Bundesgeschäftsführerin Cornelia Haß an die Vernunft der Gremienmitglieder, die muttersprachlichen Programme im Funkhaus Europa zu erhalten.

Konkret sehen die Kürzungspläne für fremdsprachliche Sendungen, die vergangenen Donnerstag durch den Programmausschuss des WDR-Rundfunkrats bereits abgesegnet worden waren, eine Reduzierung der Sendestunden um 50% und eine Verlegung der Sendezeiten im Radio auf nach 20 Uhr vor. Dies sei gerade vor dem Hintergrund der andauernden Debatte um die erfolgreiche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund eine Fehlentscheidung, kritisierte Haß. „Wir brauchen mehr Sprachen- und Kulturvielfalt statt weniger, denn das ist der Schlüssel für eine gelungene Integration, bei der den Medien und vor allem den öffentlich-rechtlichen Medien eine herausragende Rolle zukommt. Angesichts dieser Herausforderung wäre es fatal, das Funkhaus Europa abzubauen.“

Wie M bereits vergangene Woche berichtete, wurden auch zahlreiche Petitionen an den WDR-Rundfunkrat gestartet, um die Sprachenvielfalt bei Funkhaus Europa zu erhalten.

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