Tarifverträge bei dpa verlängert

Nach schwierigen Verhandlungen haben sich die Tarifparteien bei dpa in der vierten Runde am 9. Februar auf einen „abschlussfähigen Vorschlag“ geeinigt.

Dieser hat folgende Eckpunkte: Der Manteltarifvertrag bleibt unangetastet und wird bis Ende Januar 2012 verlängert. Damit sind die Forderungen des Arbeitgebers nach dem Wegfall des Urlaubsgeldes vom Tisch. Dies hätte Kürzungen von knapp 6 Prozent zur Folge gehabt. Der Gehaltstarifvertrag wird ebenfalls bis Ende Januar 2012 verlängert. Der Kündigungsschutz, der Ende Mai dieses Jahres ausgelaufen wäre, gilt nun bis Ende Mai 2012.
Dieser Kompromiss wäre ohne die breiten Proteste der Kolleginnen und Kollegen nicht möglich gewesen. Rund 400 dpa-Beschäftigte haben sich mit einer Unterschriftenaktion gegen Einkommenskürzungen ausgesprochen. Rund 150 Kolleginnen und Kollegen haben die Unterschriftenliste vor Beginn der Tarifrunde im Berliner Newsroom an die Geschäftsführung übergeben. Dies war ein eindrucksvolles Zeichen für die Solidarität der Mitarbeiter – vielen Dank! Die Erklärungsfrist dauerte bei Redaktionsschluss noch an.

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

SWR: Mehr Geld für Beschäftigte

In der Gehaltstarifrunde für die rund 3.500 festangestellten Beschäftigten und über 1.000 freien Mitarbeiter*innen des SWR haben ver.di, DJV und unisono in fünfter Runde ein Verhandlungsergebnis erreicht. Es setzt sich aus linearen Gehalts- und Honorar-Steigerungen von insgesamt 5,73 Prozent plus weiteren Komponenten zusammen. In der Summe entspricht das einer durchschnittlichen Erhöhung von über 5,8 Prozent.
mehr »

WDR: Weitere Tarifverhandlungen

Der Tarifstreit beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) erreichte Mitte Juni eine neue Eskalationsstufe. Ein zweitägiger Warnstreik der Gewerkschaften ver.di, DJV und Unisono legte Teile des Programms lahm. Indes hatte der WDR sich in der vorangegangenen Verhandlungsrunde mit der VRFF (Vereinigung der Rundfunk-, Film- und Fernsehschaffenden) auf einen Abschluss geeinigt – ohne die drei Gewerkschaften einzubeziehen. Heute gehen die Verhandlungen mit den Gewerkschaften weiter.
mehr »

Streik in vier großen ARD-Anstalten

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) erhöht deutlich den Druck auf mehrere große ARD-Sender in den laufenden Tarifverhandlungen. Bereits seit Mittwochmorgen finden Streiks im WDR und im SWR statt, von Donnerstag (18. Juni 2026) an auch im BR und im NDR.
mehr »

Warnstreik beim SWR

In der Gehaltstarifrunde für die rund 3.500 festangestellten Beschäftigten und über 1.000 freien Mitarbeiter*innen des SWR ruft ver.di am Mittwoch und Donnerstag (17. und 18. Juni) zu einem zweiten Warnstreik auf.
mehr »