Tarifverträge bei dpa verlängert

Nach schwierigen Verhandlungen haben sich die Tarifparteien bei dpa in der vierten Runde am 9. Februar auf einen „abschlussfähigen Vorschlag“ geeinigt.

Dieser hat folgende Eckpunkte: Der Manteltarifvertrag bleibt unangetastet und wird bis Ende Januar 2012 verlängert. Damit sind die Forderungen des Arbeitgebers nach dem Wegfall des Urlaubsgeldes vom Tisch. Dies hätte Kürzungen von knapp 6 Prozent zur Folge gehabt. Der Gehaltstarifvertrag wird ebenfalls bis Ende Januar 2012 verlängert. Der Kündigungsschutz, der Ende Mai dieses Jahres ausgelaufen wäre, gilt nun bis Ende Mai 2012.
Dieser Kompromiss wäre ohne die breiten Proteste der Kolleginnen und Kollegen nicht möglich gewesen. Rund 400 dpa-Beschäftigte haben sich mit einer Unterschriftenaktion gegen Einkommenskürzungen ausgesprochen. Rund 150 Kolleginnen und Kollegen haben die Unterschriftenliste vor Beginn der Tarifrunde im Berliner Newsroom an die Geschäftsführung übergeben. Dies war ein eindrucksvolles Zeichen für die Solidarität der Mitarbeiter – vielen Dank! Die Erklärungsfrist dauerte bei Redaktionsschluss noch an.

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Drei freie Tage für Redakteure zusätzlich

Die Tarifkommission der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di hat dem erneuerten Beschäftigungssicherungs-Tarifvertrag für Tageszeitungen zugestimmt. Danach erhalten Redakteurinnen und Redakteure drei zusätzliche freie Tage bis März 2022. Für Freie wurde erneut ein Ausgleichshonorar in Höhe eines durchschnittlichen Monatshonorars aus 2019 vereinbart. Spätestens im November sollen die Tarifverhandlungen über Tariferhöhungen starten.
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Kieler Nachrichten reduzieren Honorare

Die „Kieler Nachrichten“ wollen ein neues Honorarsystem für ihre freien Mitarbeiter*innen einführen. Danach sollen die Freien künftig nach einem „Baukasten-System“ entlohnt werden. Im Vergleich zu bisherigen Regelungen bedeute das für die Freien generell eine Reduzierung ihrer Honorare, schätzen die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di und der DJV Schleswig-Holstein diese kritikwürdigen Pläne ein.
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SZ bezieht Onliner in Tarifbindung ein

Die „Süddeutsche Zeitung“ wird künftig den Flächentarifvertrag im Zuge der Zusammenführung von „SZ Print“ und „SZ Digitale Medien“ (SZDM) auch auf die weit über 100 Beschäftigten der Online-Redaktion ausweiten. ver.di begrüßt die Entscheidung von Geschäftsführung und Aufsichtsrat. Das sei „das richtige Signal der Wertschätzung, wenn künftig auch die Onlinerinnen und Onliner von den tariflichen Standards profitieren sollen“, erklärte das für Medien zuständige ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz.
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Auch intern unbequem

„Panorama“ ist nicht das erste, aber das älteste Politikmagazin im deutschen Fernsehen. Und es hatte eine schwere Geburt. Was da am 4. Juni 1961 auf dem Bildschirm in Schwarz-Weiß Premiere feierte, war ein ziemlich unverdaulicher Kessel Buntes aus aktueller Politik, Auslandsreportage und Unterhaltung. Doch schon bald hatte „Panorama“ seine erste Sternstunde.
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