Springers Bild plant einen eigenen Sender

Screenshot: Bild auf Youtube

Springer plant mit Deutschlands größter Boulevardzeitung einen eigenen Fernsehsender. Unter der Sendermarke „Bild“ soll er künftig über Kabel, Satellit, IPTV und OTT frei empfangbar sein. Der Sendestart steht zwar derzeit noch unter dem Vorbehalt der Erteilung einer Sendelizenz durch die Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg. Laut Plan soll der TV-Sender aber noch vor der Bundestagswahl Ende September dieses Jahres starten.

Ein am Vormittag beginnendes Live-Programm werde der Kern des neuen Senders sein, der täglich bis zu sechs Stunden sein Programm ausstrahlen möchte, teilte „Bild“ mit. Alle Fernseh-Aktivitäten des Medienkonzerns Springer sollen künftig gemeinsam von der WeltN24 GmbH produziert werden, zu der dann die TV-Sparten von „Welt“, „Bild“ und N24 Doku gehören. Das Programm des neuen Senders soll laut Ankündigungen neben Nachrichten und aktuellen Themen auch Dokumentationen und Reportagen beinhalten. Im Fokus stehen die Bereiche Politik, Sport, VIPs, Crime und Service-Themen.

Das Medienhaus baut bereits seit einiger Zeit seine Videostrategie aus. „Bild“ bietet schon jetzt verstärkt Live-Formate im Netz an. Für die Streaminginhalte von „Bild Digital Live TV“ hatte „Bild“ im April 2020 eine Rundfunklizenz erhalten.

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Filmtipp: Friedas Fall

Angeklagt war eine Mutter, schuldig war die Gesellschaft: Das historische Justizdrama „Friedas Fall“ von Maria Brendle schildert den authentischen Prozess gegen eine Schneiderin aus St. Gallen, die vor 120 Jahren ihr Kind getötet hat. Eine gesellschaftlichen Auseinandersetzung über Recht und Gerechtigkeit.
mehr »

BPK: Umstrittene Mitgliedschaft

Sachlich, an Tatsachen orientiert und fair – diesen Anspruch erhebt die Bundespressekonferenz (BPK), der Verein der Hauptstadtpresse, für die Berichterstattung ihrer Mitglieder. Parallelmedien haben dort dennoch einen Fuß in der Tür. Und werden damit normalisiert.
mehr »

Kämpferischer Auftakt im ÖRR

In politisch umkämpften Zeiten beginnen auch im ÖRR die Tarifverhandlungen. Ver.di ruft die Hamburger Beschäftigten beim NDR daher heute zum Warnstreik auf. Er beginnt am Dienstag und endet am Mittwoch um 1.30 Uhr. Seit Februar läuft der Tarifkonflikt um die Gehälter, Honorare und Ausbildungsvergütungen der rund 5.000 festen und freien NDR-Beschäftigten.
mehr »

Austria First: Der rechte Dudelfunk

Dass die rechte österreichische FPÖ irgendwann einen eigenen Radiosender gründen würde, hatte die Partei schon angekündigt. „Austria First“ ist seit Januar dieses Jahres on air. Der Sender versteht sich als niedrigschwelliges Medienangebot, das seine breite Hörer*innenschaft mit Musik und inhaltlichen Formaten über den ganzen Tag hinweg begleitet.
mehr »