Wieder Journalist in Süd-Mexiko ermordet

Mexiko ist eines der gefährlichsten Länder für Journalisten.
Foto: Article 19 Oficina para México y Centroamérica

In Mexiko ist erneut ein Journalist ermordet worden. Wie die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates Oaxaca mitteilte, erschossen Unbekannte am Donnerstag (Ortszeit) den Reporter Gustavo Sánchez Cabrera, während dieser gerade mit einer anderen Person auf dem Motorrad unterwegs war.Der Angriff erfolgte in der Stadt Santo Domingo Tehuantepec im Süden des Landes. Sánchez Cabrera arbeitete für ein Nachrichtenportal, das über Verbrechen in der Region berichtet.

Cabrera war bereits im Juni vergangenen Jahres Opfer eines Angriffs geworden. Damals war ein Mann in sein Haus eingedrungen und hatte auf den Journalisten geschossen. Die Journalistenorganisation „Reporter ohne Grenzen“ verurteilte den Mord und forderte umfassende Ermittlungen. Sánchez Cabrera ist der zweite Journalist, der in diesem Jahr in Mexiko eines gewaltsamen Todes starb. Mexiko gilt als eines der gefährlichsten Länder für Journalistinnen und Journalisten weltweit. Angaben von „Reporter ohne Grenzen“ zufolge wurden im vergangenen Jahr mindestens acht Medienschaffende ermordet. Seit 2000 starben mindestens 138 Journalistinnen und Journalisten eines gewaltsamen Todes. Die meisten Verbrechen bleiben straflos.

In den vergangenen Tagen wurden jedoch zwei Täter strafrechtlich zur Verantwortung gezogen. Am Dienstag verurteilte ein Gericht den ehemaligen Bürgermeister der nordmexikanischen Stadt Chínipas zu acht Jahren Haft, weil er 2017 an der Ermordung der Journalistin Miroslava Breach beteiligt war. Am Donnerstag wurde ein Auftragsmörder zu 32 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er ebenfalls 2017 zusammen mit anderen den Journalisten Javier Valdez ermordet hatte.

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