AfD will an Medienerzeugnisse ran

Symbolbild 123rf

Die AfD will wissen, was in den staatlichen Einrichtungen der Bundesregierung gelesen wird. Vorbild ist die US-Regierung unter Donald Trump und ihre neu gegründete sogenannte Abteilung für Regierungseffizienz (Department of Government Efficiency, kurz DOGE).

DOGE setzte Anfang 2025 die Anordnung Trumps an, Abonnements von Medienerzeugnissen in staatlichen Einrichtungen zu kündigen, von denen sie behauptete, es stehe nicht im Interesse der US-Bürger*innen, dass diese in staatlichen Einrichtungen genutzt werden. Die AfD-Bundestagsfraktion hat eine Kleine Anfrage vom 20. März 2026 mit dieser Argumentation eingeleitet.

Unter den Stichworten Neutralität bzw. politische Ausgewogenheit will die AfD-Fraktion nun wissen, wieviel Geld in Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts des Bundes für Medienerzeugnisse ausgegeben wird und welche das sind. Sie unterstellt, dass die Bundesregierung mit diesen Abonnements einzelne Medien im Grunde finanziert.

Unabhängige Medien, ihre Informationen und ihre Berichterstattung sind rechtsautoritären Akteuren weltweit ein Dorn im Auge und werden deshalb von ihnen massiv unter Druck gesetzt. Die US-Regierung greift die Pressefreiheit im Land und auch international massiv an.

 

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Ein Preis mit hohem Preis

Die Berliner Autorin und Journalistin Marie von Kuck erhält für ihr Lebenswerk den Leipziger Medienpreis. Und kämpft zugleich ums Überleben. Warum sie die Auszeichnung mit gemischten Gefühlen entgegennimmt.
mehr »

IFG: Koalition greift die Pressefreiheit an

Das neue Maßnahmenpaket des Koalitionsausschusses beinhaltet eine Neuregelung des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG), das die Pressefreiheit einschränkt und Bürgerrechte abbaut. Die dju in ver.di lehnt diese enorme Verschlechterung des IFG ab.
mehr »

Raue-Reform im Deutschlandfunk

Die Programmstruktur des Deutschlandfunks soll sich ab Dezember 2027 tiefgreifend verändern. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert angesichts der heute vom Deutschlandfunk vorgestellten Programmreform eine Beschäftigungsperspektive für freie Mitarbeiter*innen.
mehr »

SWR: Mehr Geld für Beschäftigte

In der Gehaltstarifrunde für die rund 3.500 festangestellten Beschäftigten und über 1.000 freien Mitarbeiter*innen des SWR haben ver.di, DJV und unisono in fünfter Runde ein Verhandlungsergebnis erreicht. Es setzt sich aus linearen Gehalts- und Honorar-Steigerungen von insgesamt 5,73 Prozent plus weiteren Komponenten zusammen. In der Summe entspricht das einer durchschnittlichen Erhöhung von über 5,8 Prozent.
mehr »