Bessere Förderung der Filmproduktion

Für die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) war sie längst überfällig: die heutige Einigung der Bundesregierung mit den Koalitionsfraktionen des Deutschen Bundestags auf eine Investitionsverpflichtung für Streamer und Sender in den deutschen Filmproduktionsstandort. Christoph Schmitz-Dethlefsen, für Medien zuständiges Mitglied im Vorstand der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), hält die Einigung für überfällig.

„Die Hängepartie seit der von der Ampel angekündigten Reform der Filmförderung hat der Filmbranche stark zugesetzt. Die Filmproduktion in Deutschland ist bereits stagniert. Dass insbesondere Streamingdienste wie Netflix, Amazon und Co. nun gesetzlich verpflichtet werden sollen, in deutsche Filme und Serien zu investieren, ist eine gute Nachricht.“

Mit der Investitionsverpflichtung bringt die Bundesregierung nach dem im Dezember 2024 beschlossenen Filmfördergesetz jetzt die zweite von insgesamt drei Säulen einer noch von der Ampel-Regierung initiierten Reform der Filmpolitik auf den Weg. Schmitz-Dethlefsen: „Die Filmproduktion ist ein erheblicher Wirtschaftsfaktor, der eine Reformpolitik aus einem Guss erfordert. Um zu verhindern, dass immer mehr Filmproduktionen und damit Arbeit für zahlreiche Profis ins Ausland abwandern, braucht es nun auch ein Steueranreizmodell, wie es viele unserer Nachbarstaaten für Filmproduktionen längst anbieten. Wir werden darauf bestehen, dass auch bei diesen beiden Förder-Säulen die Tarifstandards und branchenübliche Altersvorsorge wie im Filmfördergesetz seit 2025 vorgesehen werden.“

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