Der Betriebsrat ist ganz großes Kino

Rundkino in Dresden (Cineplex)

Rundkino in Dresden (Cineplex) Foto: ver.de

Dass sich der Einsatz für Mitbestimmung lohnt, zeigt der große Erfolg der Beschäftigten des Dresdner Rundkinos. Der Betriebsrat des Cineplex in  Dresden räumt den 2. Platz des Sächsischen Mitbestimmungspreises 2025 vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) ab. Die Auszeichnung ehrt das besondere Engagement der Kolleg*innen , die im Dezember letzten Jahres unter schwierigen Bedingungen erstmals erfolgreich einen Betriebsrat gründeten.

Trotz massiver Widerstände, Einschüchterungsversuche und Benachteiligungen von Initiator*innen  im Arbeitsalltag hielten die Beschäftigten stets an ihrem Ziel

Der Sächsische Mitbestimmungspreis

des DGB zeichnet jährlich Betriebs- und Personalräte aus, die sich besonders für gute Arbeit, Mitbestimmung und die Interessenvertretung der Beschäftigten in Sachsen eingesetzt haben.

fest, eine starke Interessenvertretung im Dresdner Rundkino aufzubauen. „Mut und Zusammenhalt waren der Schlüssel, Mitbestimmungsrechte im Kino wahrzunehmen. Trotz Gegenwind waren die Einschüchterungsversuche der Arbeit-geber vergebens. Dass durchhalten hilft, haben die Kolleginnen und Kollegen bewiesen. Darauf sind wir mächtig stolz“, erklärt Lucas Munzke, zuständiger ver.di-Gewerkschaftssekretär in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Die Gründung des Betriebsrats sorgte bereits über den Betrieb hinaus für Aufmerksamkeit, denn sie hat in anderen Dresdner Kinos wichtige Impulse gesetzt, ebenfalls Betriebsräte zu gründen. Damit hat das Engagement der Beschäftigten Strahlkraft weit über das eigene Kino hinaus.
„Dieser Preis ist ein verdienter Erfolg, der zeigt, dass der Kampf um Mitbestimmung wirkt und Erfolg hat. Und zwar insbesondere da, wo diese Beteiligung lange Zeit nicht vorhanden war. Wir schätzen das Engagement der Kolleginnen und Kollegen sehr und werden sie weiterhin in ihrer Arbeit unterstützen“, sagt Daniel Herold, Bezirksgeschäftsführer anerkennend.

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