dpa: Streik führt zum Tarifergebnis

Quelle: dpa

Die fünfte Tarifverhandlungsrunde für die rund 800 Beschäftigten der Deutsche Presse Agentur (dpa), ihrer Landesbüros und der Tochtergesellschaften im Newsroom endete am 27. März mit einem gemeinsamen Tarifergebnis von ver.di, dem DJV und der Deutschen Presse-Agentur GmbH (dpa).

Für die Nachrichtenagentur dpa, ihre Landesbüros und die dpa-Tochterunternehmen im zentralen Newsroom in Berlin haben die Tarifverhandlungen am 15. Januar 2026 begonnen. In der ersten Verhandlungsrunde hatte die Geschäftsführung der dpa kein eigenes Angebot vorgelegt.

Die nun erzielte Tarifeinigung sieht zwei Tariferhöhungsschritte von 110 Euro ab April 2026 und um weitere 90 Euro ab Juli 2026 vor. Ab dem 1. Juli 2027 folgt eine weitere prozentuale Erhöhung um 2,5 Prozent. Die Laufzeit endet nach 24 Monaten am 31. Dezember 2027. Für Volontär*innen erhöhen sich die Vergütungen bereits ab dem 1. März 2026 um 200 Euro.

Arbeitskampf wird belohnt

„Der fünfte Verhandlungstermin stand unter spürbarem Eindruck des ersten ganztägigen Streiks bei dpa eine Woche zuvor. Nach intensivem Austausch zwischen Tarifkommission und Arbeitgeberseite sieht die Einigung für große Teile der dpa-Beschäftigten Reallohnsteigerungen durch Festbetragserhöhungen und die weitere lineare Erhöhung vor. Das Ergebnis liegt deutlich über den vorherigen Angeboten der dpa. Im Kompromiss steckt unsererseits eine ausgereizte Laufzeit von 24 Monaten. Die dpa-Beschäftigten werden für ihren Mut, den Arbeitskampf zu wagen, nun mit dem jetzt erreichten Ergebnis belohnt, dadurch kam entscheidende Bewegung in die Verhandlung“, erklärt ver.di-Verhandlungsführer Matthias von Fintel.

Für die verschiedenen Beschäftigtengruppen ist die Erhöhungswirkung im Verlauf des Jahres 2026 unterschiedlich stark. Für Volontär*innen  8,4 Prozent, für Redakteur*innen  bei Berufseinstieg 5,4 Prozent und für Redaktions-Assistentinnen und -Assistenten 5,1 Prozent. Für langjährige Redakteur*innen  sind 3,7 Prozent in diesem Jahr gewährleistet.

Dazu steigen die Gehälter zur Jahresmitte 2027 um weitere 2,5 Prozent. „Bei der branchenführenden Nachrichtenagentur trägt diese Tarifeinigung den immensen Anforderungen an den Nachrichtenjournalismus in einem schwierigen Branchenumfeld Rechnung. Unser Dank gilt den am Streik beteiligten Kolleginnen und Kollegen, das hat den entscheidenden Unterschied zu den unzureichenden und lange von Arbeitgeberseite angebotenen Tarifsteigerungen gebracht“, ergänzt von Fintel.

Für die Nachrichtenagentur dpa, ihre Landesbüros und die dpa-Tochterunternehmen im zentralen Newsroom in Berlin haben die Tarifverhandlungen am 15. Januar 2026 begonnen.

 


Es gilt eine Erklärungsfrist zur Gremienberatung bis zum 24. April 2026.

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