Dokumentarfilm: Unter Wert gehandelt

epa02001085 A piece of graffiti art is painted on a building on Old Main Street at the 2010 Sundance Film Festival in Park City, Utah, USA, 22 January 2010. The art work is believed to of been done by renowned British graffiti artist, Bansky. It has been reported that Bansky is going to pull off what may be the greatest film prank of all time at Sundance with the film 'Exit Through the Gift Shop' billed as 'A Banksy Film' EPA/George Frey |

Dokumentarfilme werden nur noch selten wahrgenommen. Die Sender haben sie ihrem Publikum geradezu abgewöhnt. Die Programmkinos scheinen auch die Lust verloren zu haben, das Genre zu pflegen. Ein wenig sind Dokumentarfilme in der visuellen Kultur so etwas wie der Jazz in der Musik: Außenseiter, ein Fach für Liebhaber und Kenner. Aber warum ist das so?

Zum Zeitpunkt, da dieser Text geschrieben wird, ist noch Sommerzeit. In der ARD heißt das: wenn die Talkshows Urlaub machen, finden die Programmplaner auch mal ein Plätzchen für Dokumentar­filme und zwar zu einer Sendezeit, die arbeitende Menschen gerade noch mitmachen könnten. In diesem Jahr hat der SWR ab dem 21. Juli vier Dokumentarfilme ins ARD-Programm gehievt, die sich jetzt schon wieder versendet haben. Am 24. August konnte man auch „10 Milliarden – Wie werden wir alle satt” von Valentin Thurn sehen, der ein großer Kinoerfolg war. Auf einen Nachzügler, „Titos Brille”, einen großartigen Film von Regina Schilling, kann man hier grade noch hinweisen (19.9.2016, 22.45). Danach sieht es wieder schlecht aus mit attraktiven Sendeplätzen.

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