DuMont – Ein Verleger sieht rot

Als in der „Frankfurter Rundschau“ am 8. August ein Artikel mit der Überschrift „Blütenweiße Personalakte – DuMont feuerte altgedienten Stadt-Anzeiger Redakteur“ erschien, soll die Stimmung im Hause DuMont auf den Nullpunkt gesunken sein. Schließlich kratzte der Inhalt des Artikels heftig am Image eines Verlegers, dessen Blatt (zumindest) bisher für liberal gehalten wurde. Schließlich beschrieb er den Rauswurf des Kollegen Schergel und die Umstände ausführlich.Da muß Neven DuMont rot gesehen haben. Er kündigte einen Vertrag, mit dem der „Stadt-Anzeiger“ an einem Auslandskorrespondenten-Pool beteiligt ist, der auch von der „Frankfurter Rundschau“ mitgetragen wird.Das Nachsehen sollten die „Frankfurter Rundschau“ und die Korrespondenten haben. Nur mit einem Kniefall gelang es der „Rundschau“, Neven DuMont zu bewegen, weiter den Korrespondenten-Pool zu tragen. So durfte der Verlag DuMont Schauberg am 5. September unter der Überschrift „Gegendarstellung“ einen Meinungsartikel in der „Frankfurter Rundschau“ veröffentlichen. Der sogenannte Redaktionsbeauftragte des Verlages, Reinhard Munkes, zeichnet in der „Gegendarstellung“ unter anderem für folgenden Satz: „Der Kölner Verlag wirft seinem ehemaligen Mitarbeiter vor, gegen journalistische Grundsätze verstoßen zu haben, in dem er im „Kölner Stadt-Anzeiger“ Vorwürfe veröffentlichte, ohne ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen.“ Mit dem Beitrag seien die Leser vor dem Kauf der DuMont Reisebücher gewarnt worden, heißt es weiter. Daß diese Warnung im Artikel gar nicht zu finden ist, stört dabei offenbar nicht.

 

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WDR-Gesetz: ver.di kritisiert Streichung im Rundfunkrat  

Die Landesregierung bringt heute, am 27. Januar, einen Gesetzentwurf zu Änderungen des WDR-Gesetzes ins Parlament von Nordrhein-Westfalen ein. Dabei sollen im Rundfunkrat des WDR die Sitze des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller NRW (VS) und der Fachgruppe Medien (Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Betriebsverband NRW) gestrichen werden. ver.di NRW kritisiert die geplante Streichung.
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Starker Journalismus in Zeiten der Krise

Mit einem klaren Ja konnte der 34. Journalismustag der dju in ver.di die Frage beantworten, ob der Journalismus auch in Zeiten der Corona-Pandemie seine Funktion als Gatekeeper erfüllt. In der digitalen Konferenz hielten sich Wertschätzung und Forderungen nach noch mehr Qualität – etwa durch konsequentes Hinterfragen bei Politik und Wissenschaft oder auch mehr Publikumsnähe – dennoch die Waage. Besonderheit 2021: Nur wenige Referent*innen waren am 23. Januar im Berliner ver.di-Haus vor Ort. Doch konnte sich per Livestream jede*r Interessierte zuschalten. Bis zu 500 nutzten diese Gelegenheit, dabei zu sein.  
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Öffentlich-Rechtliche in der Bredouille 

Die Ablehnung der Eilanträge von ARD, ZDF und Deutschlandradio auf Erlass von einstweiligen Anordnungen zum Rundfunkbeitrag kurz vor Weihnachten stellt die Sender vor schwierige Entscheidungen. Um die Folgen von Sachsen-Anhalts „Nein“ zur Erhöhung des Rundfunkbeitrags für die öffentlich-rechtlichen Sender ging es bei der jüngsten Videokonferenz einer Initiative des Instituts für Journalistik der TU Dortmund „Innovative Wege zur Sicherung der Qualität und Vielfalt der Medien“.
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Angriffe auf Journalisten mehr als verdoppelt

Im vergangenen Jahr gab es bundesweit 252 Straftaten, die sich "gegen Medien" richteten. Darunter 22 Körperverletzungen, 33 Sachbeschädigungen, vier Brandstiftungen, mehr als 29 Fälle von Bedrohung und Nötigung, Volksverhetzung, Raub, Erpressung und diverse Propagandadelikte. Die Zahl der Vorfälle hat sich im Vergleich zu den Vorjahren mehr als verdoppelt, wie die Bundesregierung auf Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion bestätigte.
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