Fuß fassen auf Tour

dju lud an der Uni Leipzig zu Workshops und Vorträgen ein

Berufsorientierung bieten, Nachwuchsjournalisten und junge Freie beraten und ganz nebenbei in eigener Sache werben – die „Fuß-fassen-Tour“ der dju richtet sich mit viel Nutzwert an Schüler und Studenten. Zur Auftaktveranstaltung am 21. Januar in der Universität Leipzig erschienen auf Einladung der ver.di-Hochschulgruppe und des Fachschaftsrates über 40 angehende Journalisten und Schülerzeitungsredakteure.


Einen ganzen Nachmittag lang diskutierten sie gemeinsam mit dju-Referenten in verschiedenen Workshops und auf dem Podium. Die Jugendpresse Deutschland und die Jugendpresse Sachsen unterstützten die Ehrenamtlichen des dju-Nachwuchsprojekts bei der Organisation.
Klaus Schrage, Betriebsrat und Redakteur bei den Nürnberger Nachrichten, lieferte zunächst einen kurzweiligen Überblick über den Zustand der Branche. Er berichtete von der wachsenden Kluft zwischen festen und freien Mitarbeitern, von der aktuellen Tarifrunde und den anvisierten Kürzungen, die vor allem junge Journalisten treffen. Sein Fazit: Journalismus ist nach wie vor ein Traumjob – doch der Nachwuchs sollte sich auch der Veränderungen und Pervertierungen des Marktes bewusst sein.
Die anschließenden Workshops richteten sich sowohl an Berufseinsteiger, die in Leipzig bereits Journalistik studieren, als auch an Schüler, die noch keine konkreten Studienpläne haben. ver.di-Referent Gunter Haake informierte die jungen Freien etwa über das Thema soziale Sicherung. Gundula Lasch, selbst freie Journalistin aus Leipzig, gab ihnen Tipps zu Auftragsakquise und Selbstmarketing. Den Schülern und Studenten mit einem eher vagen Berufsziel standen schließlich Susanne Stracke-Neumann, freie Journalistin aus Berlin, und der Journalistik-Student Jonathan Fasel Rede und Antwort: Wie komme ich an ein Praktikum? Was sollte ich studieren? Welche Weiterbildungsmöglichkeiten habe ich? Die Referenten waren begehrt und die Workshop-Zeit zu knapp bemessen. Der Bedarf nach nutzwertiger Information ist also vorhanden, die „Fuß-fassen-Tour“ wird weiterziehen.

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