G20-Gipfel: Pressefreiheit wahren

Im Zusammenhang mit den Protesten und Demonstrationen zum G20-Gipfel in Hamburg mahnt die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di die Einsatzkräfte zur Wahrung der grundgesetzlich geschützten Pressefreiheit, die Berichterstattern im öffentlichen Interesse ungehinderte Zugangsrechte gewähre. „Es kann nicht sein, dass Journalistinnen und Journalisten von den Einsatzkräften an der Ausübung ihres Berufs gehindert werden. Die Öffentlichkeit muss sich ein differenziertes Bild von der Situation in Hamburg machen können“, stellte dju-Bundesgeschäftsführerin Cornelia Haß am Freitag klar: „Die Freiheit der Berichterstattung muss zu jedem Zeitpunkt gewährleistet sein.“

Es mehren sich Berichte von Journalistinnen und Journalisten, die in den zurückliegenden Stunden wiederholt von Einsatzkräften der Polizei trotz gültigen Presseausweises bei der Arbeit behindert wurden. „Wir erwarten, dass die dem Artikel 5 (Presse- und Informationsfreiheit) entsprechenden Rechte von den Einsatzkräften respektiert und ihrerseits durchgesetzt und der bundeseinheitliche Presseausweis als Legitimation für die professionelle journalistische Arbeit im öffentlichen Interesse anerkannt werden“, betonte Haß.

Hinweis: Sollte es im Rahmen der Berichterstattung vom G20-Gipfel zu Problemen oder Einschränkungen kommen, können sich Mitglieder der dju in ver.di gerne an Kolleginnen und Kollegen vor Ort wenden: ver.di-Mediensekretär Wolfgang Kreider (0172-4118741, wolfgang.kreider@verdi.de) und die Verbindungsfrau zur dju in ver.di im alternativen Medienforum, Tina Fritsche (0152-17336809, tina.fritsche@verdi.de), versuchen zu helfen.

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Filmtipp: Sie glauben an Engel, Herr Drowak? 

Schwarzweißbilder, höchst originell gestaltet und herausragend gut gespielt mit Luna Wedler und Karl Markovics - "Sie glauben an Engel, Herr Drowak?" erzählt die Tragödie eines verpfuschten Lebens. Im Debütfilm von Nicolas Steiner offenbart ein nihilistischer Trinker im Rahmen eines Sozialprogramms dank der Beharrlichkeit einer Germanistik-Studentin ein enormes literarisches Talent. Doch dann wird der Mann von den Dämonen seiner Vergangenheit eingeholt.
mehr »

ÖRR als Public Open Space?

Der Reformstaatsvertrag eröffnet neue Wege für die Infrastruktur öffentlicher Kommunikation, befindet Jan Christopher Kalbhenn in einer Kurzstudie, die er für die Friedrich-Ebert-Stiftung verfasst hat. Denn die demokratische Öffentlichkeit, so Kalbhenn, steht angesichts der Machtkonzentration bei digitalen Plattformen vor einer grundlegenden ordnungspolitischen Herausforderung.
mehr »

Mehr Regionalität bei WDR und NDR

WDR und NDR gehen neue Wege bei der der regionalen Berichterstattung. Beim WDR sollen demnach zum 1. Januar 2027 die bisherigen Programmbereiche Aktuelles und Landesprogramme zu einem neuen Programmbereich mit dem Arbeitstitel "NRW" zusammengelegt werden - sofern die WDR-Gremien dem Vorhaben zustimmen. Der NDR startet ein neues Format für Jüngere bei YouTube.
mehr »

Für faire digitale Teilhabe

„Digitale und gesellschaftliche Teilhabe gehören zusammen!“ erklärt die Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Gilda-Nancy Horvath auf der Jahrestagung des Netzwerks Medienethik in München. Teilnehmende aus Wissenschaft, Politik und Praxis diskutierten über die wachsende Bedeutung digitaler Medien und Künstlicher Intelligenz (KI) für die soziale Teilhabe in der demokratischen Gesellschaft.
mehr »