Gleiche Rechte für Journalistinnen

IJF fordert zu Spenden auf

Weltweit sehen sich Journalistinnen besonderen Problemen ausgesetzt. Sie werden bei der Besetzung von Führungspositionen benachteiligt. Oft sind ihre Gehälter niedriger und es fehlen die Voraussetzungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Viele Kolleginnen sind Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt.

In Konfliktzonen stehen sie unter erhöhtem Druck. Für die Internationale Journalisten-Föderation (IJF) ist die Gleichberechtigung ein zentrales Anliegen in ihrem Programm. Um die Arbeit zu forcieren, hat die IJF ein Sonderkonto eingerichtet. Sie bittet um Spenden auch von einzelnen Mitgliedern der nationalen Journalistengewerkschaften.
Über die Verwendung der Sondermittel entscheidet der IJF Gender Council demokratisch. „Jetzt gibt es die Gelegenheit, mit den Kolleginnen praktische Solidarität zu üben“, so unser dju-Mitglied Wolfgang Mayer vom IJF Administrative Committee. „Jeder Euro hilft. Warum nicht bei Einladungen zu Geburtstagen die Gäste um eine Spende statt Geschenken bitten? Warum nicht Geld für ein Silvesterfeuerwerk lieber in Hilfe für Kolleginnen stecken?“

Die Kontodaten: IFJ Gender account
IBAN: BE86 0017 0871 8250 · BIC: GEBABEBB

nach oben

weiterlesen

Ermessungsspielraum beim Symbolfoto

Während der Pandemie kam es im Journalismus zu einem vermehrten Einsatz von Fotografien symbolischen Gehalts, seien es Masken oder Impfampullen. Damit stellt sich die Frage, wann und ob diese Bilder als „Symbolfoto“ gekennzeichnet werden müssen. Felix Koltermann ist dieser Frage für M ausgehend von den Regularien des deutschen Pressekodex nachgegangen.
mehr »

Günter-Wallraff-Preis für Julian Assange

Der investigative Journalist und Wikileaks-Gründer Julian Assange ist mit dem Günter-Wallraff-Preis 2022 ausgezeichnet worden. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis würdigt im Namen von Deutschlands bekanntestem Investigativjournalisten kritischen Journalismus und Zivilcourage. Er wurde im Rahmen des 6. Kölner Forums für Journalismuskritik verliehen. Die Menschenrechtsaktivistin und Juristin Stella Moris nahm die Auszeichnung stellvertretend für ihren Ehemann Julian Assange vor Ort entgegen.
mehr »

UFA: Betriebsratswahl nach nur einem Jahr

Nachdem die Beschäftigten der Produktionsgesellschaft UFA, einer Tochter der zu Bertelsmann gehörenden RTL Group, im vergangenen Jahr einen Betriebsrat gewählt hatten, werden sie in diesem Herbst erneut zu den Wahlurnen gerufen. Grund ist das Ausscheiden von zwei der neun Betriebsratsmitglieder, so Marion Jenke, die seit dem vergangenen Jahr als freigestellte Betriebsrätin in Potsdam tätig ist. Es ist die erste Freistellung eines Betriebsrates bei der UFA überhaupt.
mehr »

EU vor Überwachung vertraulicher Chats?

Die Europäische Kommission hat am 11. Mai einen Entwurf zur Regulierung von Plattformen und Chatnachrichtendienstanbietern veröffentlicht, um den sexuellen Missbrauch von Kindern und die Verbreitung entsprechenden Bild- und Videomaterials zu bekämpfen. Reporter ohne Grenzen (RSF) ist angesichts einer möglichen verdachtsunabhängigen Überwachung vertraulicher Kommunikation „alarmiert“.
mehr »