Klassischer Akt

Matthias Straub (Hrsg.): THE OPÉRA. Magazine for Classic & Contemporary Nude Photography. Volume I Bielefeld 2012 Kerber Verlag (Kerber Photo Art) ISBN 978-3-86678-748-3 200 Seiten, 134 farbige und 94 S/W-Abbildungen 38 Euro
Matthias Straub (Hrsg.):
THE OPÉRA.
Magazine for Classic & Contemporary Nude Photography. Volume I
Bielefeld 2012
Kerber Verlag (Kerber Photo Art)
ISBN 978-3-86678-748-3
200 Seiten, 134 farbige und 94 S/W-Abbildungen
38 Euro

Zeitschriften mit Nackten gibt es zuhauf. Was fehlte, war ein seriöses Magazin der zeitgenössischen Aktfotografie. Diese Lücke schließt „THE OPÉRA“, dessen erste Ausgabe zur Buchmesse erschien. Dem Stuttgarter Zeitschriftenmacher und Porträtfotografen Matthias Straub gelang es, den Kerber Verlag für seine Idee zu begeistern, der sensibelsten und unmittelbarsten Form des Porträts ein mindestens jährlich erscheinendes Fotobuch zu widmen.
Für den Herausgeber und sein Team (Gestaltung: Yuan Peng und Jakob Wessinger) sind „künstlerisches Niveau“ und „respektvoller Abstand“ Leitmotive ihrer Magazinkomposition, die sich nicht nur im Titel von der Hochkultur der Oper inspiriert zeigt. Die Inszenierung folgt Gustav Freytags Theorie des klassischen Dramas. Dem neuen Magazin gelingt es, seine fünf Teile – Einleitung, Steigerung, Höhepunkt, Umkehr und Katastrophe – mit einem beeindruckenden Spektrum junger Aktfotografien, aber auch klassischen Arbeiten (so von Imogen Cunningham) auszufüllen. Auf Band 2 darf man gespannt sein.

 

nach oben

weiterlesen

„Goldene Kartoffel“ für ältere Herren

Rund ums Karrieremachen und um „unterirdische Berichterstattung“ im Einwanderungsland Deutschland ging es bei der diesjährigen Bundeskonferenz der Neuen deutschen Medienmacher*innen (NdM) in Köln. Sowohl bei der Podiumsdiskussion mit arrivierten Journalist*innen aus Familien mit Migrationsgeschichte als auch bei der Verleihung des Negativpreises „Goldene Kartoffel“ herrschte eine motivierende Aufbruchstimmung – mit viel Selbstbewusstsein und leichter Ironie.
mehr »

Klare Stellung gegen rechts gefordert

Die zurzeit stattfindende Frankfurter Buchmesse wird überschattet von den Debatten um die Teilnahme rechtsgerichteter Verlage. Die Messeleitung beruft sich auf Meinungs- und Publikationsfreiheit. Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di reagiert mit Bestürzung auf die Ankündigung zahlreicher Autor*innen, der Frankfurter Buchmesse wegen der Präsenz rechter Verlage fernbleiben zu wollen, und fordert die Messeleitung auf, Rassismus und Menschenfeindlichkeit künftig keine Bühne mehr zu bieten.
mehr »

Verleger Ippen stoppt Bericht über Bild-Chef

Seit gestern steht der Vorwurf des Machtmissbrauchs bei Springer durch Bild-Chefredakteur Julian Reichelt erneut im Licht der Öffentlichkeit. Journalist*innen des Ippen-Verlages wollten nach wochenlanger Recherche über neue Erkenntnisse berichten. Verleger Dirk Ippen stoppte die Veröffentlichung. Das Team „Ippen Investigativ“ protestiert, da dies „allen Regeln der unabhängigen Berichterstattung“ widerspreche. Auch die dju in ver.di sieht Ippens Vorgehen kritisch. Reichelt wurde inzwischen von allen Aufgaben als Bild-Chef entbunden.
mehr »

Umdenken auf dem medialen Bildermarkt!

Der Fotojournalismus ist zukunftsfähig! Dieses positive Signal sendeten Vorträge und Diskussionen beim Fotograf*innentag 2021 am 8. Oktober in Dortmund. Es ging um neue Chancen für das Berufsbild in Zeiten des „digitalen Plattformkapitalismus“, zunehmender Anforderungen durch Auftraggeber und immer schlechterer Bezahlung. „Slow Journalism“, eigene, digitale Veröffentlichungsformate oder besser vernetzte Interessenvertretungen bieten Ansätze.
mehr »