Leserbrief: Gleichberechtigung bewundert

„Journalistinnen raus gekickt“ in M 10 / 2004

In all den Jahren, die ich als Journalist gearbeitet habe, bewunderte ich, wie gleichberechtigt der Umgang der Geschlechter in dieser Branche ist. Das scheint einigen Leuten nicht zu passen.

Anders kann ich mir den dummen und unüberlegten Artikel von Gitta Düperthal nicht erklären. Im Herbst 2001 sind von Freitag auf Montag knapp 100 freie Mitarbeiter der Berliner Morgenpost in die Wüste geschickt worden. Männer wie Frauen. Einige haben inzwischen Arbeit gefunden, andere nicht. Aber keiner von ihnen hat die Muße, vom schönen Frankfurt am Main aus bräsige Artikel wie diesen abzusondern. Angesichts dieser Einzelschicksale ist die in dem Beitrag verbreitete Mär von bösen Männern, die durch Redaktionen schleichen und arme Frauen verdrängen, zynischer Hohn. Für alle Betroffenen galt vor wie auch nach der Entlassung: Respekt und Solidarität gegenüber Kollegen – gleich welchen Geschlechts. …

 

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Der KiKa müsste neue Formate entwickeln

Am 7. März wird die „Sendung mit der Maus“ fünfzig Jahre alt. Armin Maiwald ist einer der „Väter“ des Klassikers im Kinderfernsehen, der Kindern mit Lach- und Sachgeschichten seit 1971 im „Ersten“ die Welt erklärt. Der Maus-Miterfinder ist für die Sachgeschichten zuständig. Sie werden, wie er zum Jubiläum eröffnete, vor der Ausstrahlung keinem einzigen Kind gezeigt. Doch will Maiwald mehr Aufmerksamkeit für ein Fernsehen, das sich wirklich um die Bedürfnisse der Kinder kümmert.
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Frauen mehr Macht – besser für uns alle!

Die Corona-Pandemie verschärft die Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen, zwischen Armen und Reichen, zwischen den Ländern im Norden und im Süden der Erde. Höchste Zeit, die in UN-Abkommen verbriefte Geschlechtergerechtigkeit umzusetzen, denn mehr Frauen an der Macht befördern den Wandel zu einer Weltgesellschaft, die gemeinwohlorientiert und gleichberechtigt ist. Dazu können wir als Gewerkschafter*innen und Medienschaffende beitragen – nicht nur am Weltfrauentag!
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Guter Film braucht einen guten Ton

Die Klage ist vermutlich so alt wie das Fernsehen: Viele Zuschauer haben bei Filmen und Serien Probleme, den Dialogen zu folgen. Das hat auch mit dem Alter zu tun; ARD und ZDF bekommen vermutlich mehr solche Beschwerden als zum Beispiel ProSieben. Seit einiger Zeit nun versuchen verschiedene ARD-Sender im Rahmen von Pilotprojekten, die Sprachverständlichkeit des Fernsehens zu verbessern. Die Ursache liegt jedoch tiefer: Der Ton ist seit Jahrzehnten das Stiefkind der Filmproduktion.
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Beschwerde-Rekord beim Deutschen Presserat

Der Deutsche Presserat hatte im vergangenen Jahr ordentlich zu tun: 2020 sind so viele Beschwerden eingegangen wie noch nie. Das lag nicht zuletzt an Massenbeschwerden zu einzelnen Artikeln, die in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert wurden. Auch die Zahl der Rügen ist deutlich gestiegen. Insgesamt 53 Mal verhängte die Freiwillige Selbstkontrolle der Presse ihre schärfste Sanktion.
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