Rassismuskritischer Sprachgebrauch

Es sind nicht nur Polizeimeldungen, in denen oft rassistische Formulierungen verwendet werden. Sie sind nicht immer sofort zu erkennen und werden von Journalisten im alltäglichen Arbeitsstress oft ohne Nachdenken übernommen.
Sprache schafft Wirklichkeit: Leitfaden für einen rassismuskritischen Schreibgebrauch – Handreichungen für Journalistinnen” Hrsg: Antidiskriminierungs-Büro Köln (ADB) und „Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V.” Köln, 52 Seiten. Bestellung gegen Porto oder eine freiwillige Spende: Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V., Berliner Str. 97–99, 51063 Köln. Tel. 0221 / 96 47 63 00 oder Download unter: www.oegg.de

Auch bei eigenen Texten unterlaufen den Autoren allzu leicht „Nachlässigkeiten”. Darauf macht eine Arbeitsbroschüre aufmerksam, die jetzt das Antidiskriminierungs-Büro Köln und „Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V.” herausgebracht haben. Wissenschaftler arbeiten unter anderem die Diskussion über das „N-Wort” und die Berichterstattung über die NSU-Morde auf. Weitere Themen sind die Berichterstattung über „Muslim/innen oder solche, die dazu gemacht werden” und „Aspekte des Antiziganismus”.
Nachlässigen Sprachgebrauch wird diese Broschüre nicht verhindern. Die Aufmerksamkeit von Journalistinnen und Journalisten, JournalistInnen und Journalist/innen schärfen kann sie allemal.
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Es geht um Wahrheit, Transparenz, Integrität

Die Journalism Trust Initiative (JTI) ist eine Plattform, die vertrauenswürdige Nachrichtenquellen identifizieren und stärken will. Unter der Regie von Reporter ohne Grenzen (RSF) soll ein Beitrag gegen Hass, Propaganda und Fake News geleistet werden. Ende Mai wurde die Webseite freigeschaltet. Am 29. Juli diskutierten Projektteilnehmer verschiedener internationaler Medien zum Thema „Glaubwürdiger Journalismus als Gegengift gegen Desinformation“ über Funktionsweise und Aufgaben der Plattform.
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Kunst darf an die Grenzen gehen

In einer am 26. Juli 2021 veröffentlichten Stellungnahme für das Bundesverfassungsgericht hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft einen als "Schmähgedicht" überschriebenen Vortrag von Jan Böhmermann 2016 im ZDF als "von der Kunstfreiheit gedeckt" bezeichnet. "Eine demokratische Gesellschaft muss aushalten können, dass Künstlerinnen oder Künstler in künstlerischer Form an Grenzen gehen, bis es schmerzt", erklärte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz.
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Schnelle und konkrete Hilfe für Kollegen

Journalisten helfen Journalisten e. V. setzt sich für in Not geratene, an ihrer Arbeit gehinderte, misshandelte Kolleg*innen und die Hinterbliebenen getöteter Journalist*innen ein. Der gemeinnützige Verein wurde 1993 von Christiane Schlötzer-Scotland gegründet, deren Ehemann Egon Scotland während seiner Recherchen für die „Süddeutsche Zeitung“ im damaligen kroatischen Krisengebiet von einem Heckenschützen am 26. Juli 1991 ermordet wurde. M sprach mit dem Geschäftsführer des Vereins Carl Wilhelm Macke.
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Mehr Sicherheit für Medienschaffende

Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di appelliert an die sächsische Staatsregierung, Maßnahmen zum Schutz von Journalistinnen und Journalisten insbesondere bei Demonstrationen zu ergreifen. Anlass ist die morgige (22. Juli) Debatte im Landtag über eine Große Anfrage der Linksfraktion. Demnach habe die Zahl der Angriffe gegen Medienschaffende in Sachsen im Jahr 2020 mit 29 registrierten Straftaten einen Höchststand erreicht. In mehr als der Hälfte der Fälle seien die Ermittlungen zudem eingestellt worden, heißt es in einer Pressemitteilung.
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