Recherchewerkzeug

Antragsformular für den Presseausweis 2009 in dieser M-Ausgabe

Der Presseausweis ist ein Recherchewerkzeug, das professionellen Journalisten ihre Arbeit erleichtern soll. Er dient als Legitimation gegenüber Behörden und Polizei, Messegesellschaften und sonstigen Unternehmen. Auf der Rückseite steht ab 2009 deshalb eindeutig: „Die Presse erfüllt eine öffentliche Aufgabe. Die Behörden sind nach Maßgabe der Landespressegesetze verpflichtet, den Vertretern der Presse die der Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgabe dienenden Auskünfte zu erteilen.“ Der/die Ausweisinhaber/in soll in der Wahrnehmung seines/ihres Auskunftsrechtes unterstützt werden. Er/sie werde damit als hauptberuflich tätige/r Journalist/in ausgewiesen.

Außerdem zeigt der Ausweis neuerdings auch die Signets der sechs Verbände, die gemeinsam und nach den gleichen verbindlichen Kriterien diesen Presseausweis ausstellen: dju in ver.di, DJV, Freelens, VDS, BDZV und VDZ.

Informationen zur Ausgabe durch die dju/ver.di und Adressen der Ansprechpartnerinnen in den Landesbezirken unter: http://dju.verdi.de/service/presseausweise.

Mehr zum Presseausweis allgemein unter: www.presseausweis.org. Für Rückfragen: dju@verdi.de

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RBB: Neuer Anstrich ohne Vorwarnung

Die Ankündigung kam ohne Vorwarnung. Am 15. Februar erhielten die Redaktionen des RBB-Vorabendprogramms die Hiobsbotschaft: Zum Jahreswechsel 2021/22, so teilte Torsten Amarell, Leiter der so genannten „Contentbox Gesellschaft im RBB“ den konsternierten Mitarbeiter*innen mit, bekomme der Vorabend einen komplett neuen Anstrich. Die bewährten Sendungen „rbb um 6“ und „zibb -zuhause in Berlin und Brandenburg“ werden gestrichen. An ihre Stelle treten „90 Minuten live mit Nachrichten, Ratgeber und einem neuen Talk“.
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