Toto And His Sisters

Drei Geschwister im Ghetto von Bukarest. Die Mutter sitzt wegen Drogenhandels im Knast. Der Vater ist verschwunden. Der Onkel, der sich um die Kinder kümmern soll, verwandelt die Wohnung in einen Junkie-Treffpunkt …

Foto: DOK Leipzig
Foto: DOK Leipzig

Der zehnjährige Totonel, der Jüngste dieser zerrissenen Familie, findet in einem „Kinderclub” Zuflucht. Eine neue Welt, die ihn willkommen heißt, fördert und durch Ausbildung einen Weg aus dem Albtraum weist. Toto lernt tanzen. Er und seine Schwestern versuchen, sich von Drogen fernzuhalten.
Während der Dreharbeiten organisierte Nanau Kameraworkshops mit den Jugendlichen im Club; Teile des Films bestehen aus Videomaterial, das Totos Schwester Andrea selbst gedreht hat. Der Film zeigt Möglichkeiten auf, dem vorgezeichneten Schicksal ein Schnippchen zu schlagen. Das macht aus dem manchmal sehr düsteren einen überraschend hoffnungsvollen Film.
Mehr Informationen
Sobald „Toto And His Sisters” im Verleih ist, wird der Film ver.di-Mitgliedern über DVD oder Video On Demand zugänglich gemacht.

Trailer: https://vimeo.com/107710035
Facebook-Seite:
https://www.facebook.com/pages/Toto-and-His-Sisters/353850531448673?fref=ts

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Mental stark in Krisenzeiten

Wie können Journalist*innen den Zustand der Welt noch abbilden, fragte im November die Friedrich-Ebert-Stiftung. Wie kommen sie selbst mit der Dauerkrisensendung klar? Eine Antwort darauf versuchte der Kommunikationswissenschaftler Stephan Weichert zu geben: einen resilienten Journalismus. Ziemlich nüchtern berichtete Andrea Beer über ihre Arbeit als ARD-Hörfunkkorrespondentin in der Ukraine. Angehenden und jungen Journalist*innen zeigte sie per Videostream Fotos von ihren Einsätzen – etwa bei den Toten in der Nähe der zurückeroberten Stadt Isjum im Nordosten.
mehr »

Feminismus im Comic: Ganz ohne Superman

Comics waren lange eine Sache von Männern und Jungs. In ihren Abenteuern retteten maskuline Helden wie Superman die Welt, Zeichner dominierten die Branche. Doch das ändert sich: Viele der aufsehenerregenden Comics der vergangenen Jahre stammen von Frauen. Die Zeichnerinnen erzählen aus ihrem Leben, hinterfragen stereotype Geschlechterrollen und machen feministische Begriffe und Theorien populär. Doch ganz neu ist das nicht: Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass feministische Ideen schon sehr früh Teil der Comickultur waren.
mehr »

Journalismus: Wenn Arbeit krank macht

Die Journalistin Mar Cabra ist Mitbegründerin von „Self Investigation“. Die Stiftung mit Sitz in den Niederlanden gibt es seit November 2021. Ihr Ziel ist, die Situation der mentalen Gesundheit von Journalist*innen zu verbessern. Dabei schöpft die gebürtige Spanierin aus ihren Erfahrungen mit einem Burnout. Die Pulitzer-Preisträgerin arbeitete 15 Jahre lang als Journalistin in spanischen und internationalen Medien, unter anderem bei der BBC oder der spanischen Zeitung "El Mundo".
mehr »

Im Schatten des Ukraine-Krieges

Über den konkreten Verlauf des russischen Angriffskriegs in der Ukraine wird das deutsche Publikum seit Beginn der Invasion in allen Medien umfassend informiert. Das diesjährige Treffen des Korrespondenten-Netzwerks „Weltreporter“ am 11. November in Hamburg kreiste dagegen um das Thema „Nebenkriegsschauplätze: Wie Russlands Krieg die Welt verändert“. Erstmals erprobt wurde dabei das Format eines „Reporterslams“. Fazit: Viele Weltregionen sind in der Berichterstattung nach wie vor unterbelichtet.
mehr »