Startschuss für mehr Jugendarbeit

Ergebnisse einer geplatzen Bundesfachbereichsjugendkonferenz – Antrag für eine existenzsichernde Ausbildungsvergütung

An dieser Stelle sollte eigentlich ein Bericht über die Bundesfachbereichsjugendkonferenz der medien+co.jugend (Fachbereich 8 Medien, Kunst und Industrie) in ver.di stehen. Leider musste die Konferenz, die vom 23. – 25. März 2007 in Berlin stattfinden sollte, kurzfristig aus Mangel an TeilnehmerInnen absagt werden.

Das war insbesondere deshalb schade, weil der inhaltliche Schwerpunkt der Konferenz, der viel versprechende Vortrag von Martin Dieckmann zum Thema „Medienbranche. Unser Arbeitsplatz und unsere berufliche Perspektive“ nicht diskutiert werden konnte. Selbstverständlich hätte auch eine Diskussion um Anträge stattfinden sollen.
Schließlich waren rechtzeitig vor der Konferenz sieben Anträge bei der medien+co.jugend eingegangen. Diese wurden nun vom „alten“ Bundesfachbereichsjugendfachkreis, also der medien+co.jugend, die sich stattdessen am Wochenende traf, einstimmig beschlossen und an die nächsthöheren Konferenzen weitergeleitet. Die Anträge behandelten die Betreuungssituation der jugendlichen Mitglieder in ver.di (drei Anträge) bzw. die Ausbildung von JugendsekretärInnen.
Es wurden aber auch Anträge zu aktuellen Themen wie der Verschlechterung des Jugendarbeitsschutzgesetzes und die Forderung nach einer existenzsichernden Ausbildungsvergütung verabschiedet. Insbesondere mit dem letztgenannten Antrag möchte die medien+co.jugend die aktuelle Diskussion um den Mindestlohn um einen Punkt erweitern. Denn es ist nicht nur notwendig und sinnvoll für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns zu kämpfen, sondern auch die Ausbildungsvergütungen anzupassen. In manchen Branchen und Berufen, um Beispiel bei Veranstaltungstechnikern, sind diese Vergütungen so niedrig, dass den Auszubildenden ein elternunabhängiges Leben unmöglich ist. Dies steht natürlich im starken Gegensatz zur Doktrin der immer wieder geforderten maximalen Flexibilität und frühen Übernahme von Verantwortung auch von Auszubildenden.
Obwohl die medien+co.jugend zurzeit personell nur schwach besetzt ist, ist doch der Tatendrang und die politische Motivation zu gesellschaftlichen Veränderungen, wie die Anträge ausschnittartig zeigen, ungebrochen. Daher nutzen wir diese Möglichkeit, alle interessierten, jugendlichen ver.di-Mitglieder des Fachbereiches 8 aufzurufen, sich in der medien+co.jugend zu engagieren.
Der Kontakt kann über die E-Mail-Adresse medienjugend@gmx.de hergestellt werden.

3. JAV-Konferenz

Vom 11. bis 13. Juni 2007 findet die dritte bundesweite JAV-Konferenz der ver.di-Jugend statt, diesmal in Willingen in Hessen. In Branchen- und Themenmeetings bieten sich zahlreiche Vernetzungsmöglichkeiten. In Workshops erarbeiten sich die Teilnehmenden Praxis­wissen für eine konsequente Interessenver­tretung. Jetzt anmelden unter: www.jav.info

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