Trauer um Manfred Hartung

Manfred Hartung ist ein geborener Weidener. Mit einem Volontariat in Schwandorf sowie Bruck startete er die Ausbildung zum Redakteur beim Neuen Tag. Dort arbeitete er in den Redaktionen Eschenbach-Kemnath, Neustadt, Weiden und am Ende mit Schwerpunkt Erbendorf und Neusorg. Einer der letzten Artikel des 57-Jährigen mit dem Kürzel (man) war ein Nachruf über den gleichaltrigen Fotografen Wilfried Kamm, bevor Hartung in der Nacht zum 31. Januar selbst plötzlich starb.

Manfred Hartung Foto: Stephan Huber

Hartung war Mitglied bei der SPD Neunkirchen. Bei ver.di, wo er mehrfach zum Ortsvorsitzenden gewählt wurde, engagierte er sich im Bezirks- und Landesvorstand sowie in der Bundestarifkommission für Redakteur*innen an Tageszeitungen. Er setzte sich lange Jahre im Betriebsrat, eine Periode als Vorsitzender, für die Kollegen beim Neuen Tag ein und saß beim Arbeitsgericht Weiden als ehrenamtlicher Beisitzer im Saal. „Ich geh’ noch schnell eine rauchen“, lautete einer der Standardsätze von Hartung, der seinen tiefen, hintergründigen, manchmal schwarz bis sarkastischen Humor „bissig“ in einem Büchlein voller Hundegedichte verarbeitete.

Für Einsichten in die Denk- und Lachweise unterschiedlicher Glaubensrichtungen sorgte der kluge Kopf zusammen mit dem Michldorfer Pfarrer Alfons Forster bei Vorträgen unter dem Titel „Der religiöse Witz – hat Gott Humor?“

Als „Mönch“ beteiligte sich Mane, wie er von Freunden genannt wurde, viele Jahre an der Geisterwanderung in Nittenau und stand seit 2004 mit der Laienspielgruppe „d‘Mantler Noofrösch“ aus der Oberpfalz auf der Bühne. Er war begeisterter Kinogänger und Fan der Lindenstraße, in der er in einer kurzen Szene einen Christbaum durchs Bild trug.

Auszug aus dem Nachruf von Uwe Ibl: https://www.onetz.de

 

nach oben

weiterlesen

Neue Publik-Chefin

Maria Kniesburges war seit 2007 Chefredakteurin der ver.di publik und der ver.di news. 14 Jahre lang prägte sie die ver.di-Medienlandschaft. Jetzt ist sie in den Ruhestand gegangen. Ihre Nachfolgerin Petra Welzel ist seit dem 1. September im Amt. Die Kunsthistorikerin und Journalistin hat mehr als 30 Jahre journalistische Erfahrung. Seit ver.di-Gründung ist sie Chefin vom Dienst der ver.di publik, mittlerweile auch für verdi.de und verdi.tv. Sie hat entscheidend dazu beigetragen, dass sich die ver.di-Medien weiterentwickelt haben und den Herausforderungen der Gegenwart mit ihren zahlreichen Kommunikationskanälen gerecht werden. Denn die Ansprüche an Kommunikation haben sich seit der…
mehr »

Abschied von Fritz Wolf

Wir trauern um unseren Autoren Fritz Wolf. Er starb am 29. August im Alter von 74 Jahren nach schwerer Krankheit. Sein Thema war der Dokumentarfilm. Kritisch benannte Wolf immer wieder die mangelnde Wertschätzung dieses Filmgenres, die sich unter anderem in zu wenig und zu späten Sendezeiten im Fernsehen sowie in nicht ausreichender Förderung manifestierte. Mit so manchem Filmtipp in M verschaffte er einer Doku mehr Aufmerksamkeit, regte an, sie zu schauen. Fritz Wolf war auch Autor für epd medien, verfasste verschiedene Studien und war viele Jahre aktiv in Gremien des Grimme-Preises. Wir werden ihn vermissen.    
mehr »

Fairnesspreis für‘s Brücken bauen

Regisseur Henning Backhaus wurde am 3. September für seinen Kurzfilm „Das beste Orchester der Welt“ mit dem Deutschen Fairnesspreis Film und Fernsehen geehrt. „Brücken bauen“ war 2021 das Motto des von der ver.di FilmUnion und dem Schauspielverband BFFS seit 2019 gemeinsam ausgelobten Preises. Er wurde neben acht Kategorien und weiteren Spezialpreisen im Rahmen der Verleihung des Deutschen Schauspielpreises im Berliner Club Spindler&Klatt vergeben. Partner war in diesem Jahr das „Projekt Zukunft“, eine Initiative der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Im ausgezeichneten Film geht es um einen Kontrabassisten – eine Socke, Ingbert Socke! Bei…
mehr »

Podcast-Markt greifbar

Den richtigen Ton treffen“, so ist die Studie über den Podcast-Boom in Deutschland überschrieben, die Lutz Frühbrodt und Ronja Auerbacher für die Otto-Brenner-Stiftung (OBS) erstellt haben. Es ist die bislang sicher beste Arbeit, die versucht, das Phänomen Podcast zu ergründen, zu beschreiben und auszuwerten. Auch wenn das am Ende nicht vollständig gelingen kann, weil die Bandbreite der Podcasts viel zu divers ist, ist es ein gelungener Versuch der Annäherung, den Podcast-Markt greifbar zu machen.
mehr »