Aufklärung gefordert

Der Tod des russischen NTV-Journalis­ten Ilya Zimin steht eventuell im Zusammenhang mit seinen Recherchen. Reporter ohne Grenzen (rog) hat daher an den untersuchenden Staatsanwalt appelliert, auch in diese Richtung zu ermitteln.

Der Fernsehjournalist war am 26. Februar von Kollegen tot aufgefunden worden. Die Tür zu seiner Wohnung stand halb offen, der Körper des 33jährigen lag inmitten eines verwüsteten Zimmers und sein Gesicht wies Verletzungen auf. Als Todesursache wird ein Schlag mit einem stumpfen Gegenstand auf seinen Kopf vermutet. Zimin arbeitete für verschiedene russische Fernsehsender – TV6, TVS und zuletzt NTV. Bei der renommiertesten Fernsehpreisverleihung Russlands, TEFI, erhielt er im Jahr 2002 die Auszeichnung „Bester Russischer TV Reporter“. Kurz vor seinem Tod recherchierte er zur Hygiene in Mos­kaus Luxusrestaurants. Oft benutzte er eine versteckte Kamera.

rog

 

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Mentale Belastungen im Journalismus

Immer mehr Journalist*innen fühlen sich in ihrem Beruf unwohl. Der Druck ist in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Zum einen werden Menschen, die journalistisch tätig sind, über Hasspostings in den sozialen Medien angefeindet. Zum anderen steigt der interne Druck durch Arbeitsverdichtung und Vorgesetzte. Mit Helpline bietet „Netzwerk Recherche“ seit einigen Jahren ein telefonisches Gesprächsangebot – anonym, vertraulich und kostenlos.
mehr »

Kürzt Sachsen bei Pressefreiheit?

Dem Europäischen Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (ECPMF) in Leipzig droht offenbar erneut eine Kürzung seiner Zuschüsse aus dem sächsischen Staatshaushalt. Für die beiden Jahre 2027 und 2028 sei im Entwurf für den Doppelhaushalt eine Förderung von jeweils 120.000 Euro vorgesehen, so die Sächsische Staatskanzlei gegenüber epd.
mehr »

Kurdischer Journalist in türkischer Haft

Ahmet Polad wurde von Syrien in die Türkei ausgeliefert. Auch deutsche Stellen haben einen humanitären Schutz für den Journalisten, der im Januar 2026 zusammen mit der deutschen Journalistin Eva Maria Michelmann von islamistischen Milizen verschleppt worden war, abgelehnt.
mehr »

Fairnesspreis für „Im Osten was Neues“

Der Deutsche Fairnesspreis wird jährlich im Rahmen der feierlichen Verleihung des DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREISES als Gemeinschaftspreis des BFFS und der ver.di FilmUnion vergeben und prämiert. Das diesjährige Thema des Fairnesspreises lautete „Zusammenleben der Kulturen“. Der Preis wurde am 11. September in Berlin verliehen.
mehr »