BBC behält Rundfunkgebühr bei

LONDON. Die Zukunft von „Auntie Beeb“, der British Broadcasting Corporation BBC, ist gesichert. In einem „Green Paper“ hat die britische Regierung nach einem gut zwei Jahre dauernden Beratungsprozess die politische und rechtliche Zukunft der BBC neu festgelegt.

Die Royal Charter, die rechtliche wie politische Verfassung der BBC, wird von der Regierung Blair für weitere 10 Jahre, bis 2016 verlängert. Die Rundfunkgebühr, derzeit 414 Euro im Jahr, wird beibehalten. Das sind für die BBC jährlich rd. 3 Milliarden Euro.

Der bisherige Board of Governors, der Rundfunkrat der BBC, wird abgeschafft und durch zwei Institutionen ersetzt. Ein komplett unabhängiger Kontrollrat, Trust genannt, wird in Zukunft ausschließlich die Gebührenzahler repräsentieren. Vorsitzender wird Michael Grade sein, der derzeitige Chef der Governors. Der neu zu installierende Executive Board um Generaldirektor Thompson wird die BBC Zukunft festlegen und diese intern regieren.

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Spanien: Strafe für Berichterstattung?

Die spanische Datenschutzbehörde will Zeitungen bestrafen, weil sie illegal in soziale Bewegungen eingeschleuste Polizisten enttarnt oder darüber berichtet hatten. Bislang sind Gerichte nicht tätig. Die Vorgänge drohen zu einem Präzedenzfall zu werden, warnen die betroffenen Medien und Menschenrechtsorganisationen.
mehr »

AI Act legt KI-Kennzeichnung fest

Petra Schwegler fasst für die Webseite der Medientage München die seit dem 2. August 2026 geltenden Bestimmungen zur KI-Kennzeichnung zusammen. Der AI Act gilt: Wer KI-generierte oder -manipulierte Inhalte veröffentlicht, muss das kennzeichnen. Die Regel gilt für Chatbots, für Deepfakes, für Werbespots, für alles künstlich Generierte.
mehr »

Journalist weiter in syrischer Haft

Zivilgesellschaftliche Gruppen rufen dazu auf, sich weiter für die Freilassung des kurdischen Journalisten Ahmet Polad einzusetzen. Er war im Januar gemeinsam mit seiner deutschen Kollegin Eva Maria Michelmann  in der nordsyrischen Stadt Raqqa verschwunden. Seit dem 19. Juni 2026 ist Michelmann wieder in Köln. Polad ist weiter in Haft.
mehr »

US-Regierung schränkt Journalistenvisa ein

Die US- Regierung hat vor, die Gültigkeitsdauer von Visa für ausländische Journalist*innen in den USA von mehreren Jahren auf 240 Tage zu verkürzen. Für chinesische Journalist*innen soll die Gültigkeit auf  90 Tage  beschränkt werden. Der Europäische Journalistenverband (EFJ) verurteilt diese drastische Einschränkung aufs Schärfste.
mehr »