dpa-Kinderzeitung für Schüler in Südafrika

Freude bei den Schülern in Südafrika über dpa-"News for Kids".
Foto: obs/dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH/Marianne Schwankhart"

Die Deutsche Presse-Agentur dpa produziert in Südafrika „News for Kids“. Die Kinderzeitung für Grundschüler erscheint alle zwei Wochen. Sie helfe, die Zukunftschancen südafrikanischer Kinder entscheidend zu verbessern, würdigte Südafrikas Bildungsministerin Angie Motshekga das Projekt. Gute Englischkenntnisse seien für die spätere Karriere der jungen Leute von größter Bedeutung, sagte Motshekga in einer Schule in Soweto im Südwesten von Johannesburg.

„Jetzt müssen wir sehen, wie wir das Projekt vergrößern können“, sagte Motshekga, deren Ministerium für gut 25 000 Schulen zuständig ist. „News for Kids“ müsse in die Hände so vieler Schüler und Lehrer gelangen, wie möglich, forderte die Ministerin. Sie sieht „News for Kids“ als ideales Mittel, um die Schüler dazu zu bringen, mehr englische Texte zu lesen. Zuhause sprechen die Kinder meist nur örtliche Sprachen wie Zulu oder Xhosa. Der amtierende deutsche Botschafter in Südafrika, Klaus Streicher, verwies auf den ehemaligen Präsidenten Nelson Mandela. Dieser habe gesagt, dass Bildung die wichtigste Waffe sei, um die Gesellschaft zu verändern. „News for Kids“ bringe den Schülern auch bei, kritisch zu denken – eine entscheidende Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie, fügte er hinzu. „Es ist wichtig, dass die Schüler auch lernen, Fragen zu stellen“, auch wenn dies für die Lehrer nicht immer bequem sei.

dpa baue bei dem Projekt auf die inzwischen zehnjährige Erfahrung der deutschen Kindernachrichten-Redaktion in Berlin auf. Auf zwölf farbigen Seiten bringe „News for Kids“ alle zwei Wochen eine spannende Mischung aktueller Nachrichten aus aller Welt in die Klassenzimmer in Südafrika. Die Inhalte seien altersgerecht aufbereitet, weckten die Neugier der Schüler, erweiterten ihren Horizont und helfen ihnen dabei, ihr Englisch zu verbessern, beschreibt dpa die Herausforderung. Erstellt werde die Zeitung von einem dpa-Team in Johannesburg.

dpa und das Bildungsministerium unterzeichneten zudem ein Memorandum of Agreement, um die Grundlage für eine langfristige Zusammenarbeit zu legen. „News for Kids“ wird derzeit zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH über das develoPPP.de-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) umgesetzt.

nach oben

weiterlesen

Amnesty International: Aktion für Fernand Cello, Madagaskar

Fernand Cello verließ am 5. Mai 2017 gerade eine Klinik in Madagaskars Hauptstadt Antananarivo, als Polizisten ihn anhielten und festnahmen. Er wurde in Ihosy inhaftiert, und ihm werden gleich sieben Straftaten zur Last gelegt – darunter „Verleumdung”, „Gefährdung der Staatssicherheit” und „Anstiftung zu Hass”. Hinter dem Vorgehen gegen den Mitarbeiter von „Radio Jupiter” stehen offensichtlich dessen Beiträge und Reportagen, die der Regierung oftmals unbequem sind. Seit Dezember 2016 hatte sich Fernand Cello (sein Geburtsname lautet Avimana Fernand) versteckt gehalten. Zuvor hatte er im Radio ein Stück veröffentlicht, in dem er einem Bergbauunternehmen und…
mehr »

Die britischen Eliten in der Medienblase

Jon Snow ist ein Veteran des britischen Nachrichtenfernsehens. Seit Jahrzehnten ist er das Gesicht von „Channel 4 News“. In dieser Funktion hat er zahlreiche Krisenherde bereist, viele Konflikte gesehen. Doch kein Ereignis habe ihn so nachhaltig verstört wie das verheerende Feuer im Londoner „Grenfell Tower“ am 14. Juni, sagte Snow bei einer Rede in Edinburgh. Der Brand habe ihn zum Nachdenken über die Rolle der Medien im heutigen Großbritannien veranlasst.
mehr »

Türkei: Mesale Tolu drohen 15 Jahre Haft

In der Türkei sitzen derzeit nach Angaben von Reporter ohne Grenzen (ROG) rund 165 Journalist_innen im Gefängnis. Darunter auch die Ulmer Journalistin Mesale Tolu, für die die türkische Staatsanwaltschaft nun 15 Jahre Haft gefordert hat. Im Fall Deniz Yücel dagegen hat jetzt auch die WeltN24 GmbH Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg eingereicht.
mehr »

Journalist in Lebensgefahr

Am 18. Juni gegen Mittag kamen sechs bewaffnete und maskierte Männer in die Redaktionsräume des Blattes „Khochu v SSSR” (Ich möchte in der UdSSR sein) in der südost-ukrainischen Stadt Mariupol. Sie nahmen alle technischen Geräte mit, zwängten den Redakteur Sergei Dolgov gewaltsam in ein Auto und fuhren davon. Seitdem gibt es keine Spur mehr von Dolgov.
mehr »