Tag der Pressefreiheit

dju fordert Freilassung aller inhaftierten Journalisten

Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten Union (dju) hat aus Anlass des Internationalen Tages der Pressefreiheit am 3. Mai die umgehende Freilassung aller inhaftierten Kolleginnen und Kollegen weltweit gefordert. Die Inhaftierung von Menschen wegen ihrer Meinung sei bereits menschenrechtswidrig, heißt es in einer Pressemiteilung.

Die Inhaftierung von Journalisten verfolge zumeist den Zweck, alle übrigen Journalisten eines Landes einzuschüchtern und zu täglicher Selbstzensur zu nötigen. Diesem Ziel dienten auch gesetzliche Vorschriften und Maßnahmen, die unter Berufung auf den Anti-Terrorkampf den Zugang zu Informationen von öffentlichem Interesse sperren oder die Veröffentlichung behindern. „Solchen skandalösen Tendenzen muss in weltweiter Solidarität Einhalt geboten werden. Sie zerstören eine bedeutende Ressource für eine globale humane und zivilgesellschaftliche Entwicklung“, sagte Manfred Protze, Sprecher des dju-Bundesvorstands. An die Europäische Union appelliert die dju, den Beitritt von Ländern zur EU von wirksamen Garantien für eine ungehinderte Ausübung des Journalistenberufs sowie für eine Vielfalt der Medien und Meinungen abhängig zu machen. Mehr im Internet: unter www.dju.verdi.de

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

BPK: Umstrittene Mitgliedschaft

Sachlich, an Tatsachen orientiert und fair – diesen Anspruch erhebt die Bundespressekonferenz (BPK), der Verein der Hauptstadtpresse, für die Berichterstattung ihrer Mitglieder. Parallelmedien haben dort dennoch einen Fuß in der Tür. Und werden damit normalisiert.
mehr »

Kämpferischer Auftakt im ÖRR

In politisch umkämpften Zeiten beginnen auch im ÖRR die Tarifverhandlungen. Ver.di ruft die Hamburger Beschäftigten beim NDR daher heute zum Warnstreik auf. Er beginnt am Dienstag und endet am Mittwoch um 1.30 Uhr. Seit Februar läuft der Tarifkonflikt um die Gehälter, Honorare und Ausbildungsvergütungen der rund 5.000 festen und freien NDR-Beschäftigten.
mehr »

Austria First: Der rechte Dudelfunk

Dass die rechte österreichische FPÖ irgendwann einen eigenen Radiosender gründen würde, hatte die Partei schon angekündigt. „Austria First“ ist seit Januar dieses Jahres on air. Der Sender versteht sich als niedrigschwelliges Medienangebot, das seine breite Hörer*innenschaft mit Musik und inhaltlichen Formaten über den ganzen Tag hinweg begleitet.
mehr »

Peru: Investigativ, kritisch, gefährdet

Ojo Público heißt das investigative Online-Magazin aus Lima. Das hat in den letzten zehn Jahren zu einem anerkannten Medium wurde. Die Redaktion ist auf rund 20 Menschen angewachsen und recherchiert nicht nur in Peru, sondern auch in Nachbarländern wie Ecuador.
mehr »