Ein Ressort für zwei Blätter

Der Berliner Kurier und die Hamburger Morgenpost der Mecom-Gruppe werden ab 1. Dezember eine Politikredaktion mit Sitz in Hamburg haben. Das heißt, die sechs Politikredakteure der Mopo in Hamburg werden künftig allein die Berichterstattung über Bundespolitik besorgen. Von den vier betroffenen Beschäftigten in Berlin wechseln drei in die Lokalredaktion des Berliner Kurier. Einer wird als Spätdienstredakteur eingesetzt.
Das Hauptstadtbüro sei davon nicht betroffen und soll bestehen bleiben, teilte Kurier-Chefredakteur Hans-Peter Buschheuer der Redaktion mit. Die beiden Blätter werden künftig nach Standorten aufgeteilte Ressorts haben. In Berlin sind Vermischtes, Auto/Reise und Sonntag, in Hamburg die Ressorts Politik und Digatrend/Digitrend angesiedelt. Dadurch würden keine Stellen abgebaut, „gleichwohl sind sie eine Reaktion auf die künftige Verringerung der Mannschaften durch Altersteilzeit und Vorruhestand.“


nach oben

weiterlesen

Werbebranche erholt sich nur langsam

Nicht zuletzt die deutsche Werbebranche widerspiegelt das Pandemiegeschehen: Während das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2020 um 5,1 Prozent schrumpfte, ging das Marktvolumen der Werbewirtschaft um sieben Prozent auf 45 Milliarden Euro zurück. Eine Stabilisierung wird ab dem dritten Quartal 2021, eine Rückkehr zum Vorkrisenniveau erst ab 2022 erwartet. Und beim neuen Urheberrecht gilt: Das Beste ist, dass es überhaupt beschlossen wurde. Diese und andere Erkenntnisse in den aktuellen Quartalsberichten aus der Medienwirtschaft.
mehr »

Kunst darf an die Grenzen gehen

In einer am 26. Juli 2021 veröffentlichten Stellungnahme für das Bundesverfassungsgericht hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft einen als "Schmähgedicht" überschriebenen Vortrag von Jan Böhmermann 2016 im ZDF als "von der Kunstfreiheit gedeckt" bezeichnet. "Eine demokratische Gesellschaft muss aushalten können, dass Künstlerinnen oder Künstler in künstlerischer Form an Grenzen gehen, bis es schmerzt", erklärte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz.
mehr »

Schnelle und konkrete Hilfe für Kollegen

Journalisten helfen Journalisten e. V. setzt sich für in Not geratene, an ihrer Arbeit gehinderte, misshandelte Kolleg*innen und die Hinterbliebenen getöteter Journalist*innen ein. Der gemeinnützige Verein wurde 1993 von Christiane Schlötzer-Scotland gegründet, deren Ehemann Egon Scotland während seiner Recherchen für die „Süddeutsche Zeitung“ im damaligen kroatischen Krisengebiet von einem Heckenschützen am 26. Juli 1991 ermordet wurde. M sprach mit dem Geschäftsführer des Vereins Carl Wilhelm Macke.
mehr »

Dreh- und Angelpunkt ist die Staatsferne

Nach dem Scheitern der Bundes-Presseförderung: Wie lassen sich künftig Medienvielfalt erhalten und Qualitätsjournalismus unterstützen? Ein Gutachten von Wissenschaftlern der Universität Mainz liefert interessante Vorschläge zur Hilfe für die Medienbranche. Dreh- und Angelpunkt der Überlegungen ist dabei die gebotene Staatsferne.
mehr »