Ein Ressort für zwei Blätter

Der Berliner Kurier und die Hamburger Morgenpost der Mecom-Gruppe werden ab 1. Dezember eine Politikredaktion mit Sitz in Hamburg haben. Das heißt, die sechs Politikredakteure der Mopo in Hamburg werden künftig allein die Berichterstattung über Bundespolitik besorgen. Von den vier betroffenen Beschäftigten in Berlin wechseln drei in die Lokalredaktion des Berliner Kurier. Einer wird als Spätdienstredakteur eingesetzt.
Das Hauptstadtbüro sei davon nicht betroffen und soll bestehen bleiben, teilte Kurier-Chefredakteur Hans-Peter Buschheuer der Redaktion mit. Die beiden Blätter werden künftig nach Standorten aufgeteilte Ressorts haben. In Berlin sind Vermischtes, Auto/Reise und Sonntag, in Hamburg die Ressorts Politik und Digatrend/Digitrend angesiedelt. Dadurch würden keine Stellen abgebaut, „gleichwohl sind sie eine Reaktion auf die künftige Verringerung der Mannschaften durch Altersteilzeit und Vorruhestand.“


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Journalist*in – noch immer Traumberuf?

„Ich wäre geblieben, wenn…“ – unter dieser melancholischen Überschrift berichteten drei Ex-Journalist*innen, warum sie aus dem Journalistenberuf aus- und in ein anderes Leben umgestiegen sind. So geschehen beim 25. Forum Lokaljournalismus, das vom 18. bis 20. Mai auf Einladung der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und der „Nordsee-Zeitung“ in Bremerhaven stattfand. 
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Kaum Menschen mit Behinderung im Film

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ARD-Beschäftigte im Warnstreik

Die Beschäftigten von Norddeutschem und Westdeutschem Rundfunk wollen sich nicht mit der Verzögerungstaktik der ARD in der laufenden Tarifrunde abfinden. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, folgten viele dem ver.di-Aufruf zu einem  Warnstreik am 24. Mai. Denn gesellschaftliche Wertschätzung bedeute auch einen angemessenen Inflationsausgleich. Bei galoppierender Inflation bräuchten die Beschäftigten jetzt ein Angebot, dass den Namen verdiene, so ver.di. Und wollten sich nicht weiter hinhalten lassen.
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Günter-Wallraff-Preis für Julian Assange

Der investigative Journalist und Wikileaks-Gründer Julian Assange ist mit dem Günter-Wallraff-Preis 2022 ausgezeichnet worden. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis würdigt im Namen von Deutschlands bekanntestem Investigativjournalisten kritischen Journalismus und Zivilcourage. Er wurde im Rahmen des 6. Kölner Forums für Journalismuskritik verliehen. Die Menschenrechtsaktivistin und Juristin Stella Moris nahm die Auszeichnung stellvertretend für ihren Ehemann Julian Assange vor Ort entgegen.
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