Falsch verstanden und Zahlenfehler: Frauen- und Männerrollen im Fernsehen

In „Unmut der Filmfrauen“ (M 2.2015) wird von einem Netzwerktreffen beim diesjährigen Internationalen Frauenfilmfestival in Dortmund berichtet. Ich war als Expertin eingeladen, da ich über die Situation von Filmfrauen vor und hinter der Kamera blogge („SchspIN – Gedanken einer Schauspielerin“ https://schspin.wordpress.com).
Zu der im Artikel nicht ganz richtig dargestellten Alterssituation vor der Kamera kann ich basierend auf meinen Auswertungen sagen: Es gibt grundsätzlich deutlich weniger Frauen- als Männerrollen im deutschen Fernsehen, dazu kommen unterschiedliche Altersverteilungen. Die Anzahl der Frauenrollen steigt bis 40 Jahre an und nimmt dann bereits wieder ab, bei den Schauspielern hingegen wird der Scheitelpunkt der Kurve erst 10 – 15 Jahre später erreicht. Das bedeutet weniger und früher aufhörende Arbeitsmöglichkeiten für Schauspielerinnen, weniger Einzahlung in die Rentenkassen und eine größere Bedrohung durch Altersarmut.

nach oben

weiterlesen

Springers Bild plant einen eigenen Sender

Springer plant mit Deutschlands größter Boulevardzeitung einen eigenen Fernsehsender. Unter der Sendermarke „Bild“ soll er künftig über Kabel, Satellit, IPTV und OTT frei empfangbar sein. Der Sendestart steht zwar derzeit noch unter dem Vorbehalt der Erteilung einer Sendelizenz durch die Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg. Laut Plan soll der TV-Sender aber noch vor der Bundestagswahl Ende September dieses Jahres starten.
mehr »

Fehlende Kenntnisse über Struktur von ARD und ZDF

Deutsche Fernsehzuschauer*innen sind über das Finanzierungsmodell des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und die Funktion der Aufsichtsgremien oft nur unzureichend informiert. Das ist ein Zwischenergebnis des Beteiligungsprojekts "#meinfernsehen21", das vom Grimme-Institut in Marl, der Bundeszentrale für politische Bildung und der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität organisiert wird.
mehr »

Verbandsklagerecht für Urheber unverzichtbar

Das Verbandsklagerecht muss zwingend als neues Rechtsinstrument in das Urheberrecht aufgenommen werden. Mit dieser Forderung wenden sich der Deutsche Journalisten-Verband und die Gewerkschaft ver.di gemeinsam an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags. Unterstützung erfahren die beiden Gewerkschaften durch ein Rechtsgutachten und den konkreten Formulierungsvorschlag von Prof. Dr. Caroline Meller-Hannich, Universität Halle-Wittenberg.
mehr »

Wie hybrid darf ein Dokumentarfilm sein?

Der Dokumentarfilm „Lovemobil“ bietet seit Tagen heißen Diskussionsstoff. Eine STRG_F-Reportage des NDR hatte enthüllt, dass die Autorin Elke Lehrenkrauss den Film teilweise mit Darsteller*innen inszeniert hatte - ohne dies offenzulegen. Die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG-Dok) nahm den Eklat um die "Fake-Doku" zum Anlass, in Kooperation mit der Deutschen Akademie für Fernsehen (DAfF) einen Web-Panel unter dem Titel „Was darf Dokumentarfilm?“ zu veranstalten.
mehr »