Neues Beratungsnetzwerk für Filmschaffende – „filmfon“

Die Beratungsintensität für den Bereich der Film- und Fernsehschaffenden ist in den letzten zwei Jahren enorm angestiegen. Geprägt durch wechselnde Arbeitsverhältnisse und Beschäftigungsformen wie projektbefristet, bedarfsorientiert, unständig beschäftigt oder freiberuflich ergeben sich ohnehin schon die vielseitigsten Rechtsfragen.

Verstärkt wurde der Bedarf an Beratung insbesondere durch die Sozialrechtsreform (Hartzgesetzgebung) und die neue Tarifregelung zum Zeitkonto bei den auf Produktionsdauer beschäftigten Filmschaffenden. Innerhalb des BundesFilmVerbandes in ver.di (BFV) und connexx.av wurde daher Anfang des Jahres beschlossen, ein ergänzendes Be­ratungsnetzwerk exklusiv für Filmschaffende aufzubauen, um das Beratungsan­gebot von connexx.av und mediafon zu erweitern.
Das achtköpfige Beraterteam von „filmfon“ kommt direkt aus der Branche und verfügt über ein breites Spektrum von Know-how, so dass alle relevanten Bereiche vom Tarif- und Sozialrecht bis hin zum Vertrags- und Urheberrecht sowie Fragen zur Berufsbildung problemlos be­arbeitet werden können. „filmfon“ funktioniert nach dem gleichen Modell des Beratungsnetzwerkes für Selbständige mediafon. Die Anrufer werden zunächst zentral angenommen und entsprechend ihrer Fragestellung an die jeweiligen Experten weitergeleitet. Dafür steht ein vorgegebener, zeitnaher Termin des filmfon-Beraters zur Verfügung. Wie bei mediafon werden für „Nicht-Gewerkschaftsmitglieder“ Beratungsgebühren fällig: pro angefangener Viertelstunde 12,50 Euro. Für ver.di-Mitglieder ist die Beratung selbstverständlich kostenlos. Sie ist ebenfalls kos­tenlos, wenn die Anrufer sich nach erfolgter Beratung für eine Mitgliedschaft bei ver.di entscheiden.
In der ersten Phase von „filmfon“ wird das Telefon der Zentrale von 10 bis 13 Uhr besetzt sein. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit Anfragen per E-Mail zu senden.

filmfon: 01805-34 56 36
E-Mail: filmfon@connexx-av.de

nach oben

weiterlesen

UFA: Betriebsratswahl nach nur einem Jahr

Nachdem die Beschäftigten der Produktionsgesellschaft UFA, einer Tochter der zu Bertelsmann gehörenden RTL Group, im vergangenen Jahr einen Betriebsrat gewählt hatten, werden sie in diesem Herbst erneut zu den Wahlurnen gerufen. Grund ist das Ausscheiden von zwei der neun Betriebsratsmitglieder, so Marion Jenke, die seit dem vergangenen Jahr als freigestellte Betriebsrätin in Potsdam tätig ist. Es ist die erste Freistellung eines Betriebsrates bei der UFA überhaupt.
mehr »

EU vor Überwachung vertraulicher Chats?

Die Europäische Kommission hat am 11. Mai einen Entwurf zur Regulierung von Plattformen und Chatnachrichtendienstanbietern veröffentlicht, um den sexuellen Missbrauch von Kindern und die Verbreitung entsprechenden Bild- und Videomaterials zu bekämpfen. Reporter ohne Grenzen (RSF) ist angesichts einer möglichen verdachtsunabhängigen Überwachung vertraulicher Kommunikation „alarmiert“.
mehr »

VG Wort trifft sich nochmals Online

Die Mitgliederversammlung  der VG Wort wird aufgrund des noch andauernden Corona-Geschehens in diesem Jahr am 18. Juni 2022 nochmals online stattfinden. Die Mitglieder sind aufgefordert über anstehende Fragen in der Verwertungsgesellschaft abzustimmen. Wer verhindert ist, an der Versammlung teilzunehmen, kann seine Stimme wieder an dju-Kolleg*innen übertragen. Die Unterlagen sind verschickt und die Registrierung hat begonnen. Das Stimmrecht auszuüben ist wieder auf drei verschiedene Arten möglich: vorab per E-Voting (elektronische Briefwahl); per Stimmrechtsübertragung (Vollmacht) vorab auf eine*n Vertreter*in, die/der an der Online-Mitgliederversammlung persönlich teilnimmt und…
mehr »

Betriebsrätin bei CinemaxX in Bielefeld

Turnusgemäß werden auch in der Medienbranche noch bis zum 31. Mai die Interessenvertretungen gewählt. M stellt in den nächsten Wochen einige engagierte Betriebsräte vor. Kristin Müller ist eine von ihnen. Während ihres Studiums jobbte sie als Filmvorführerin und nun ist sie schon 23 Jahre lang Betriebsrätin im CinemaxX-Kino in Bielefeld. Bei der aktuellen Wahl kandidiert die Verdianerin wieder für den Betriebsrat – während sie gleichzeitig in der laufenden Tarifrunde am Verhandlungstisch sitzt. Ihre Motivation: „Missstände beseitigen!“ 
mehr »