Prozessbeginn gegen Chef von Kino.to

Vor dem Landgericht Leipzig hat am 8. Mai der Prozess gegen den Gründer und Chef des illegalen Streamingportals Kino.to begonnen.

Die sächsische Generalstaatsanwaltschaft wirft dem 39-jährigen Leipziger die massenhafte Verletzung des Urheberrechts vor. Außerdem soll er mit Werbeanzeigen auf der Seite fast sieben Millionen Euro kassiert haben. Der gelernte Bodenleger hatte bereits 2004 mit der Webseite „Saugstube“ ein ähnliches, wenn auch nicht so lukratives Portal betrieben. Damals wurde er zu einer Geldstrafe von 3.900 Euro und ersatzweise fünf Monaten Gefängnis verurteilt. 2008 gründete er Kino.to, das 2011 gesperrt wurde. Über die Seite waren 135.000 Film- und Serienkopien erreichbar, vier Millionen User tummelten sich hier täglich. Auch die übrigen Drahtzieher von Kino.to sind mittlerweile verhaftet. Für den Prozess gegen Dirk B. sind vier Verhandlungstage anberaumt worden, ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft. Ein Urteil wird zum 14. Juni erwartet.

 

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