Rotstift in Hamburg

Mit einer Unterschriftenaktion „Film für Hamburg“ rufen connexx.av, die Filmschaffendenverbände und zahlreiche Filmfirmen zum Protest gegen die Kürzungspläne des Hamburger Senats auf. Dieser plant die Halbierung der jährlichen Filmförderung von 7 Millionen auf 3,5 Millionen Euro.

„Das ist eine Katastrophe für die Wirtschaftsmetropole und Kulturstadt Hamburg, insbesondere für ihre Filmschaffenden. Die schlichte Folge dieser Maßnahme wird sein, dass mehrere tausend Beschäftigte und erfolgreiche Filmproduzenten aus Hamburg abwandern werden“, sagt Olaf Hofmann von connexx.av, der Interessenvertretung der Filmschaffenden in ver.di. Inzwischen hat die Wirtschaftsbehörde auf Druck der bisherigen Proteste und Aktionen ein Engagement in Sachen Filmförderung in Aussicht gestellt. In welchem Umfang, ist jedoch noch nicht beschlossen. Das Protestschreiben und eine Unterschriftenliste zum Ausdrucken unter connexx.av.

(Unterstützerliste www.connexx-av.de/film-fuer-hamburg)

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Krasse Kürzungen bei ARD und ZDF

  Für 58 Cent bekommt man heutzutage beim Bäcker allenfalls ein Brötchen von gestern. Dennoch haben einige Bundesländer ARD und ZDF eine entsprechende Erhöhung der Rundfunkabgabe auf monatlich 18,94 Euro verweigert. Trotz einer Verfassungsbeschwerde der Sender wird der Beitrag erst 2027 steigen, und dann wohl nur um 28 Cent. Vor allem innerhalb der ARD muss daher noch mehr gespart werden. Das schließt auch einen weiteren Stellenabbau mit ein.
mehr »

Bürgermedienplattform vor dem Aus

Die Bürgermedienplattform NRWision an der Technischen Universität (TU) Dortmund steht vor einer ungewissen Zukunft. Die nordrhein-westfälische Medienanstalt stellt Ende 2026 die finanzielle Förderung ein – nach dann fast 18 Jahren. Die Verantwortlichen versuchen, für eine Fortführung andere Geldgeber zu finden.
mehr »

IFG: Koalition greift die Pressefreiheit an

Das neue Maßnahmenpaket des Koalitionsausschusses beinhaltet eine Neuregelung des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG), das die Pressefreiheit einschränkt und Bürgerrechte abbaut. Die dju in ver.di lehnt diese enorme Verschlechterung des IFG ab.
mehr »

Raue-Reform im Deutschlandfunk

Die Programmstruktur des Deutschlandfunks soll sich ab Dezember 2027 tiefgreifend verändern. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert angesichts der heute vom Deutschlandfunk vorgestellten Programmreform eine Beschäftigungsperspektive für freie Mitarbeiter*innen.
mehr »