Wahlerfolge

Neue Personalräte im ZDF und im Saarländischen Rundfunk

ver.di und der DJV haben bei der Personalratswahl im ZDF in der Zentrale und in den Auslandsstudios einen unerwartet hohen Wahlerfolg erzielt. Obwohl zwei andere Listen gegen die beiden Gewerkschaften angetreten sind, haben sich über 61% der ZDF-Mitarbeiter für die gemeinsame Liste von ver.di und DJV entschieden.
Gegenüber der letzten Wahl vor vier Jahren haben die beiden Gewerkschaften nicht nur prozentual gewonnen, sondern erzielten sogar 700 zusätzliche Stimmen. Sie haben damit die absolute Mehrheit weit übertroffen und 14 Sitze von 23 möglichen Personalratsmandaten errungen. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,7 Prozent.
Inzwischen hat sich der Personalrat im ZDF konstituiert und seinen fünfköpfigen Vorstand gewählt. Vorsitzender wurde Edgar Rößler, Mitglied des Bezirksvorstandspräsidiums von ver.di in Rheinland-Pfalz. Ebenfalls zum Vorstand gewählt wurden der Kameramann Werner Ach, gleichzeitig Bundesvorsitzender der ver.di-Fachgruppe Medien, der Journalist Rudi Gültner und der Produktionsleiter Andreas Wolf. Alle sind Vorstandsmitglieder von ver.di im ZDF. Stellvertretende Vorsitzende des Personalrats ist die Fernsehjournalistin Brigitte Weismann. Sie ist die Vorsitzende des DJV im ZDF. Der neue alte Personalratsvorsitzende Edgar Rößler betonte nach seiner Wahl: „ver.di hat im Personalratswahlkampf selbstbewusst die Gewerkschaftsarbeit in den Vordergrund gestellt und damit den Beweis erbracht, dass damit Wahlen gewonnen werden können. Dieser Wahlsieg ist eine Bestätigung für die Tarifarbeit im ZDF, die von ver.di getragen und geführt wird.“
Auf den neuen Personalrat warten Edgar Rößler zufolge schwierige Aufgaben. „Der Umbau des ZDF zu einem Multimediaunternehmen darf nicht zu Lasten der bisher dort Beschäftigten gehen. Wir müssen nicht nur die über 5.500 Arbeitsplätze am Medienstandort Rhein-Main sichern, sondern gleichzeitig zusätzliche, qualifizierte Arbeitsplätze schaffen“, sagte er.

Absolute Mehrheit ausgebaut

Im Saarländischen Rundfunk hat der ver.di-Sendeverband gemeinsam mit der Deutschen Orchestervereinigung DOV bei den Personalratswahlen die absolute Mehrheit leicht ausbauen können. Sieben Sitze gingen an ver.di/DOV, vier an den saarländischen Journalistenverband und zwei an den VRFF. Die Wahlbeteiligung lag bei 65,14 Prozent. Zum Vorsitzenden des neuen Personalrates wurde Michael Steinmetz (ver.di) gewählt. Stellvertreter sind Thomas Krauß (ver.di) und Sabine Janowitz (SJV). Beisitzer sind Claudia Limperg (DOV) und Werner Brill (VRFF).

nach oben

weiterlesen

Antisemitismus im Netz mit KI bekämpfen

In den letzten Jahren ist in Chats, Foren und sozialen Medien ein dichtes Geflecht aus populistischen Blogs, fiesen Trollen und organisierten rechten Gruppen entstanden. Sie verbreiten antisemitische Verschwörungsphantasien und streuen gezielt Desinformationen. Nicht immer zeigt sich ihr Antisemitismus dabei offen. Zunehmend werden verklausulierte Formulierungen und Bilder verwendet. Eine Künstliche Intelligenz soll diese nun aufdecken und Redaktionen eine Hilfe sein, wenn sie Kommentarspalten moderieren
mehr »

Prekäre Beschäftigung in Medien nimmt zu

Nachrichtenmedien bleiben auch im Zeitalter von Digitalisierung und Internet unverzichtbar. Sie werden vor dem Hintergrund von Fake News und Manipulation für demokratische Länder sogar immer wichtiger. Zugleich nehmen prekäre Beschäftigungsverhältnisse überall zu. Das geht aus den nun veröffentlichten Ergebnissen des Forschungsprojektes „Media for Democracy Monitor 2021 (MDM)" hervor. Die Studie signalisiert zudem Handlungsbedarf bei der Gleichstellung der Geschlechter, nicht zuletzt in Deutschland.
mehr »

Springers Bild plant einen eigenen Sender

Springer plant mit Deutschlands größter Boulevardzeitung einen eigenen Fernsehsender. Unter der Sendermarke „Bild“ soll er künftig über Kabel, Satellit, IPTV und OTT frei empfangbar sein. Der Sendestart steht zwar derzeit noch unter dem Vorbehalt der Erteilung einer Sendelizenz durch die Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg. Laut Plan soll der TV-Sender aber noch vor der Bundestagswahl Ende September dieses Jahres starten.
mehr »

Fehlende Kenntnisse über Struktur von ARD und ZDF

Deutsche Fernsehzuschauer*innen sind über das Finanzierungsmodell des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und die Funktion der Aufsichtsgremien oft nur unzureichend informiert. Das ist ein Zwischenergebnis des Beteiligungsprojekts "#meinfernsehen21", das vom Grimme-Institut in Marl, der Bundeszentrale für politische Bildung und der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität organisiert wird.
mehr »