Deutsche Zeitungsholding erwirbt Netzeitung-Gruppe

BERLIN. Die Deutsche Zeitungsholding, Eigentümerin des Berliner Verlags (Berliner Zeitung, Berliner Kurier), wird die Netzeitung-Gruppe von der derzeitigen Eigentümerin Orkla ASA (Norwegen) erwerben. Der Kaufvertrag wurde in Berlin unterzeichnet. Er steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamts.

Die Vertragsparteien rechnen damit, dass der Übergang im Juli 2007 rechtskräftig werden kann.
Die Netzeitung wurde im Jahr 2000 gegründet und ist Deutschlands erste und einzige mit einer Vollredaktion betriebene Internetzeitung ohne Anbindung an einen Print-Titel. Sie erreicht pro Monat rund 0,6 Mio. Unique User (Quelle: Agof internet facts IV/2006) und verfügt über eine junge Nutzerstruktur mit deutlich überdurchschnittlichem Bildungsniveau. Neben Netzeitung.de gehören zur Netzeitung-Gruppe ebenfalls die Plattformen Netdoktor.de (eine der erfolgreichsten deutschen Gesundheitsseiten), Golem.de (eins der größten IT-Info-Portale in Deutschland), das Automobilportal Autogazette.de sowie eine Beteiligung am Berliner Radiosender 100,6 Motor FM. Die Beteiligung an 100,6 Motor FM wird zeitgleich mit dem Erwerb der Netzeitung-Gruppe an die Plattform für regionale Musikwirtschaft weiter veräußert – die enge und etablierte Kooperation zwischen der Netzeitung und dem Sender bleibt jedoch auch weiterhin erhalten.

wen
nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Dazwischen: Der Podcast für Sachsen-Anhalt

Die Macher*innen des Leipziger Podcast-Radiosenders detektor.fm starteten im März mit DAZWISCHEN ein regionales Nachrichten- und Informationsformat für Sachsen-Anhalt. Es will im Vorfeld der Wahlen „differenziert, nicht nur schablonenhaft, sondern auch in Grautönen über dieses Bundesland berichten“. Wir sprachen mit mit Christian Bollert, Geschäftsführender Gesellschafter von detektor.fm.
mehr »

Schlechte Zeiten für Lokaljournalismus

Zum 30. September endet die Tätigkeit der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft (RRG). Die DuMont-Mediengruppe setzt künftig voll auf KI. 57 tarifgebundene Vollzeitstellen entfallen deshalb. Die betroffenen Beschäftigten können sich auf neu zugeschnittene Stellen bewerben. ver.di fordert eine Übernahmegarantie.
mehr »

Kahlschlag bei DuMont in Köln

Die dju in ver.di kritisiert den Kahlschlag der Regionalredaktionen von Kölner Stadt-Anzeiger und Kölnischer Rundschau. Zum 30. September endet die Tätigkeit der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft (RRG). 57 tarifgebundene Vollzeitstellen entfallen. Die betroffenen Beschäftigten müssen sich jedoch auf neu zugeschnittene Stellen bewerben. Eine Übernahmegarantie gibt es nicht.
mehr »

Faire Honorare für Filmvermittlung

Die AG Filmvermittlung legt erstmals einen Honorarrahmen für freischaffende Filmvermittler*innen vor und macht damit auch auf die prekäre Erwerbssituation in der Branche aufmerksam. Für die Honorare zieht der Verein den Basishonorarrechner Kultur von ver.di heran.
mehr »