Druckerei storniert Auftrag von AfD-Mann

„Aus politischen Gründen“ hat die Druckerei „DruckDiscount24“ in Köln-Bocklemünd einen Auftrag des AfD-Politikers Jörg Nobis storniert. Der ehemalige Landesvorsitzende der AfD Schleswig-Holstein hatte nach eigenen Angaben 500 Autogrammkarten bestellt. Die E-Mail, in der ihm die Stornierung seines Auftrags mitgeteilt wurde, hat Nobis anschließend auf seinem Facebook-Account veröffentlicht.

Einen Tag später reagierte darauf auch „DruckDiscount24“ mit einem Statement auf Facebook. Darin begründete das Unternehmen die Stornierung mit einem Verweis auf die Meinungsfreiheit in einer freien Demokratie. Dazu gehöre auch, dass man politische Meinungen nicht zwingend teilen oder unterstützen müsse:

Der Online-Shop „DruckDiscount24.de“ der Kölner Buch- und Offsetdruckerei Häuser KG war 2016 mit dem Deutschen Fairness-Preis ausgezeichnet worden. Für den Preis des Deutschen Instituts für Service-Qualität und von n-tv wird in einer Verbraucherbefragung die Zufriedenheit der Kunden mit Unternehmen ermittelt, die die Bereiche Preis-Leistungs-Verhältnis, Zuverlässigkeit und Transparenz umfasst.

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Australische Medien müssen zahlen

Nach rund dreieinhalb Monaten ist das spektakuläre Verfahren gegen ursprünglich 36 Journalist*innen und Medienunternehmen in Australien beendet. Den Angeklagten wurde vorgeworfen, gegen eine gerichtliche Nachrichtensperre im Prozess gegen den australischen Kardinal George Pell wegen Kindesmissbrauchs im Dezember 2018 verstoßen zu haben. Der Prozess gilt als einzigartig für ein demokratisches Land, weil er offenbart, wie eingeschränkt die Pressefreiheit in Australien weiterhin ist: durch Gesetze, die noch aus der britischen Kolonialzeit stammen. 
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Beschwerde-Rekord beim Deutschen Presserat

Der Deutsche Presserat hatte im vergangenen Jahr ordentlich zu tun: 2020 sind so viele Beschwerden eingegangen wie noch nie. Das lag nicht zuletzt an Massenbeschwerden zu einzelnen Artikeln, die in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert wurden. Auch die Zahl der Rügen ist deutlich gestiegen. Insgesamt 53 Mal verhängte die Freiwillige Selbstkontrolle der Presse ihre schärfste Sanktion.
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